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Anschlag in AthenGriechischer Ex-Premier angegriffen

Lukas Papademos, Regierungschef von 2011 bis 2012, wurde durch den Sprengsatz leicht verletzt. Das Paket explodierte in seinem gepanzerten Wagen.

rtr | Der frühere griechische Ministerpräsident Lukas Papademos ist bei einem Anschlag verletzt worden. Der Sprengsatz war in einem Päckchen versteckt und explodierte am Donnerstag in Athen im Auto des 69-Jährigen.

Der Polizei zufolge schwebt Papademos nicht in Lebensgefahr. Aus dem behandelnden Krankenhaus verlautete, er werde für wegen oberflächlicher Wunden am Bauch und einer etwas tieferen Verletzung am rechten Bein behandelt. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Ein Insider der Polizei erklärte zudem, zwei weitere Personen in Papademos' Auto seien verletzt worden. Griechischen Medien zufolge handelte es sich um einen gepanzerten Wagen.

In Griechenland kommt es zwar immer wieder zu Angriffen auf Politiker, Unternehmen oder die Polizei. Die Attacke auf Papademos war jedoch die folgenschwerste seit dem Jahr 2010. Dabei wurde ein Mitarbeiter des damaligen Sicherheitsministers Michalis Chrysochoidis durch eine Paketbombe getötet.

Papademos war jahrelang Chef der griechischen Notenbank und wechselte später als Vizepräsident zur Europäischen Zentralbank. Deren Chef Mario Draghi äußerte sich am Donnerstag über den Anschlag betrübt. Papademos wurde nach seiner Zeit bei der EZB schließlich im Jahr 2011 mitten in der Schuldenkrise zum Ministerpräsidenten gewählt und war bis ins folgende Jahr im Amt. Er galt immer eher als Experte denn als Politiker. Nach dem Rücktritt als Regierungschef ging Papademos in den Ruhestand.

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