: Anklage gegen Algeriens FIS-Führer
Algier (afp/taz) — Wegen „Aggression und Aufruf der Bürger zum Waffentragen gegen die Staatsgewalt sowie landesweiter Aufstachelung zu blutigen Auseinandersetzungen und zur Sabotage“ werden Abassi Madani und Ali Belhadsch, Führer der algerischen „Islamischen Heilsfront“ (FIS), vor Gericht gestellt. Dies erklärte einer ihrer Anwälte, Mahmud Chelili, gleichzeitig Staatsanwalt am Militärgericht der Stadt Blida. Er sagte, den beiden Islamistenführern und zwei weiteren FIS-Führungsmitgliedern werde unter anderem „Organisation und Leitung einer Widerstandsbewegung gegen die Staatsgewalt“, „Bildung von Streitkräften ohne vorherige Zustimmung des Gesetzgebers“, „Aufwiegelung zur Zusammenrottung gegen die Grundfesten der nationalen Wirtschaft“, „Verteilung von Flugblättern staatsfeindlichen Inhalts“ und „Entführung, Freiheitsberaubung und Folterung von Mitgliedern der Sicherheitskräfte“ vorgeworfen.
Chelili gab an, die Gefangenen würden in „gewöhnlichen Räumen und nicht in Gefängniszellen“ festgehalten. Ihren derzeitigen Aufenthaltsort nannte der Anwalt nicht.
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