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Tiere mit Akkreditierung

Mishka geht es wieder besser. Das ist eine der guten Nachrichten aus dem Lager von Alexander Zverev bei den French Open in Paris. Mishka ist Zverevs Dackel. Im Oktober wurde der Welpe von der deutschen Nummer eins und seiner Partnerin Sophia Thomalla via Instagram als neues Mitglied im „Team Zverev“ begrüßt. Zuckersüße Bilder gibt es davon. Eins zeigt den Hund mit einem Akkreditierungskärtchen für das ATP-Turnier in Wien um den Hals. Der Tennissport ist auf den Hund gekommen. Neben teuren Uhren an Spielerhandgelenken gehören Hunde längst zu den wichtigsten Accessoires bei den Turnieren.

Auch in Paris hat Zverev, der am Freitag im Halbfinale gegen den Tschechen Jakub Menšík spielt, sein kleines Teammitglied dabei. Zu Turnierbeginn erzählte er, dass das Tier fast schon wieder quietschfidel ist, nachdem es sich vor ein paar Wochen während des Turniers in München schwer verletzt hatte. Zverev war nach einer Partie zum Golfspielen gegangen und der Hund „der Volltrottel“ (Zverev) war unter die Räder seines Golfcarts geraten und hatte sich mehrere Knochenbrüche zugezogen.

Tennisspielerhunde haben es eben nicht immer leicht. Vielleicht investieren die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in Paris gerade deshalb besonders viel Mühe im Umgang mit den Tieren der Spielerinnen. In diesem Jahr seien zehn Hunde akkreditiert worden, wird auf der Website des Turniers vermeldet. Natürlich dürfen die Tiere nicht mit auf den Platz, wenn ihre Herrchen oder Frauchen spielen. Ein Problem ist das aber nicht. Es gibt Hundesitter auf der Anlage, die auch mal die Anlage verlassen, um mit den Hunden im Bois de Bologne spazieren zu gehen.

Aryna Sabalenka, die Nummer eins der Welt bei den Frauen, wird sich gewiss nicht beschweren über die Behandlung ihres Hündchens durch die Turnierverantwortlichen. Als der nach einem Spaziergang ein bisschen müde gewesen sei, habe man ihm noch eine Massage angedeihen lassen, wird Kildine Chevalier zitiert, eine ehemalige französische Tennisspielerin, die nun in Paris für das Wohl der Spielerinnen und das ihrer Hunde verantwortlich ist.

Der Hund der Nummer eins

Nach ihrem Achtelfinalerfolg gegen die Japanerin Naomi Osaka sagte Sabalenka noch beim Interview auf dem Platz, dass sie jetzt aber schnell zu ihrem Hündchen muss. Ash heißt der King-Charles-Spaniel, den Sabalenka nach ihrem Turniersieg in Indian Wells der Weltöffentlichkeit präsentiert hat. Seitdem trägt sie ihn wie ein edles Handtäschchen über die Tennisanlagen.

Mindestens ebenso süß ist der haarige Dackel namens Bella, mit dem die Russin Anna Kalinskaja durch die Tenniswelt reist. Für die Bilder von Bella, wenn sie nach einem Spiel von Kalinskaja schwanzwedelnd auf ihr Frauchen zuläuft, hagelt es Herzchen auf Social Media. Der Russin wird es recht sein. Jede Frage zu ihrem Hund beantwortet sie lieber als solche zu ihrer Haltung zum russischen Krieg gegen die Ukraine. Und auch dem Turnier ist jede Hundegeschichte von Roland Garros gewiss lieber, als die Äußerungen ukrainischer Tennisspielerinnen, die nicht müde werden, auf die Bombennächte in ihrer Heimat hinzuweisen.

Ein neues Phänomen ist die Liebe von Tennisspielern zu Hunden übrigens nicht. Ivan Lendl, die frühere Nummer eins der Welt, war bekannt für seine Leidenschaft zu reinrassigen deutschen Schäferhunden. Als er 2019 mal kurz Trainer von Alexander Zverev war, sorgte Lendls Hundeliebe für Zoff im Team. „Ivan hat vor zwei Monaten einen Hundewelpen bekommen, dem er jetzt beibringt, wie man auf Toilette geht. Das ist gerade wirklich sein Hauptthema: Golfen und der kleine Hund.“

So süß die Hundebilder sein mögen, es ist eben nicht immer leicht mit den Tieren. Hundebesitzer werden ein Lied davon singen können.

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