■ Am Rande: Schon wieder Stoiber
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat zwei Feindbilder: Theo Waigel und die ARD. Letztere will er schon seit Jahren abschaffen, weswegen er immer mal wieder das böse Wort vom „Ende des Finanzausgleichs“ in die Runde wirft. Zuletzt in der Welt am Sonntag. Bayern werde am 31. Dezember 2000 die Zahlungen an kleine ARD-Sender einstellen, drohte er dort, weswegen „die Länder schleunigst ihre medienpolitische Verweigerungshaltung aufgeben“ sollten.
Am schnellsten auf die Stoibersche Attacke reagierte das Saarland, repräsentiert vom SPD-Landesvorsitzenden Reinhard Klimmt, der zugleich der SPD-Medienkommission vorsteht. Eine Fusion mit dem zukünftigen Südwestrundfunk komme nicht in Frage, zudem könne der SR auch ohne Zuweisungen aus dem Länderausgleich bestehen.
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