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Alles bio in der Tonne?

Kommunen wollen nach Falschmüll fahnden

„Verschärfte Biotonnen-Kontrollen in vielen Kommunen“ kündigten die empfindlichen dpa-Spürnasen gestern an. 40 deutsche Gemeinden wollen den organischen Unrat ihrer Einwohner auf Herz und Nieren, aber auch auf andere Schlachtabfälle sowie Atom- und Sondermüllanteile untersuchen. Müssen Endverbraucher nun damit rechnen, dass investigative Müllwerker durch das mühselig eingebrachte Kompostgut schnobern, um mit bloßen Händen am Tonnengrund nach Fremdpartikeln von Altglas bis Zylinderkopfdichtungen zu graben? Werden alternativ befüllte Biotonnen bloß aus dem organischen Verkehr gezogen oder auf Kosten der Umweltsau vom Kampfmittelräumdienst an Ort und Stelle gesprengt? Zusätzlich zum Sachverstand der Kehrichtfahrer sollen auch „Sensoren zum Einsatz“ kommen, „die am Müllwagen angebracht sind“, um einschlägige „Störstoffe“ in der Biomasse zu erkennen. Hoffentlich sind die Sensoren feinfühlig genug, um zwischen einer mit Alteisen und Elektroschrott vollgestopften Biotonne und Bio-Passanten mit Körperschmuck und Unterhaltungselektronik am tönnchenförmigen Leib zu unterscheiden.

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