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Ali Yavuz kann bleiben

■ Gericht stoppte Abschiebung des Kurden / Hungerstreik unterbrochen

Hildesheim (AFP) – Die für heute vorgesehene Abschiebung des 30jährigen Kurden Ali Yavuz in die Türkei ist im letzten Augenblick gestoppt worden. Wie ein Gerichtssprecher gestern mitteilte, untersagte das Verwaltungsgericht Hannover die Abschiebung des in Hildesheim lebenden Kurden mit einer Einstweiligen Anordnung bis zu einer endgültigen Gerichtsentscheidung. Der seit sechs Jahren in Deutschland lebende Yavuz war am 4. Juni festgenommen worden, als er bei der Behörde einen Folge- Asylantrag abgeben wollte. Der erste Antrag war abgelehnt worden.

In der Begründung der Gerichtsentscheidung heißt es, der Rechtsanwalt von Yavuz habe durch die Vorlage eines Ausschnitts aus der türkischen Zeitung Milliyet vom 21. Juli einen neuen Sachverhalt vorgetragen. In der Zeitung war Yavuz als angeblicher Anhänger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Hildesheim namentlich genannt worden.

Wie der niedersächsische Flüchtlingsrat in Hildesheim mitteilte, unterbrachen nach Bekanntwerden des Beschlusses acht Kurden ihren am 19. Juli begonnenen Hungerstreik. Zwei weitere Teilnehmer hatten wegen Erkrankung ihre Unterstützungsaktion bereits am Wochenende abbrechen müssen. Inzwischen hätten zwei katholische Gemeinden der Frau und den beiden Kindern von Yavuz Unterkunft in ihren Kirchen angeboten, teilte der Flüchtlingsrat mit. Die Familie hält sich derzeit bei Freunden versteckt.

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