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Aktionswoche für Pressefreiheit Medien gegen KI-Räuber

Wenn Emotionen Fakten verdrängen, gerät die Pressefreiheit unter Druck. Ein breites Bündnis von FAZ bis taz hält nun dagegen.

Aus der taz | Die Pressefreiheit, eine zentrale Säule der Demokratie, ist in Gefahr. In Sachsen-Anhalt hat gerade die Mehrheit der Menschen zwei Parteien gewählt, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen wollen. AfD und BSW sprechen auch sonst mit Blick auf die seriösen Medien in diesem Land von Lügenpresse und versuchen Fakten durch Emotionen zu ersetzen.

Soziale Netzwerke wie X, TikTok oder auch Instagram befördern genau das: starke Gefühle statt recherchiertes Wissen. Dabei sind Fakten zentral, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Auf den sozialen Plattformen wird allerdings nur gehört, wer am lautesten ist. Meinung und selektive Fakten verschmelzen und genau daran haben Akteure wie AfD und BSW ein Interesse.

Hinzu kommen mittlerweile diverse Chatbots, die ihren Nut­ze­r*in­nen das Gefühl geben, da würde eine künstliche Intelligenz alle Antworten bereithalten. Allerdings sind die Antworten weiterhin mitunter falsch. Und sie generieren sich aus der Arbeit von anderen.

Kampf gegen den Datenraub

Die großen Tech-Firmen graben das Netz nach Inhalten ab und speisen diese in ihr eigenes System ein. Ohne zu fragen. Der Absender der Information, etwa die taz, bleibt unsichtbar.

Aktionswoche: Demokratie braucht viele Stimmen

Im Rahmen der Aktionswoche "Demokratie braucht viele Stimmen" haben sich über 150 Medien in Deutschland verbündet - die taz ist dabei. Sie wollen darauf aufmerksam machen, dass freie, professionelle, verantwortliche Medien für den demokratischen Zusammenhalt notwendig sind. Organisator ist der BDZV, der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger.

Der BDZV, der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger, startet deshalb mit einem breiten Bündnis die Aktionswoche „Demokratie braucht viele Stimmen“, um den Blick zu schärfen auf diese Herausforderungen der gesamten Medienbranche und letztlich der Demokratie als ganzer.

Kein einzelnes Medienhaus wird es schaffen, den Kampf gegen den Datenraub durch künstliche Intelligenz zu gewinnen. Es wäre eine gesetzgeberische Aufgabe, etwa eine technische Möglichkeit auf den Weg zu bringen, den Zugriff auf die eigene Nachrichtenseite durch Firmen wie OpenAI oder Anthropic zu verbieten.

Und so ist diese Aktionswoche auch ein politisches Zeichen. Deshalb beteiligen wir uns als taz daran – wie fast alle seriösen Medien in Deutschland. „Von FAZ bis taz“ – dieser Spruch steht seit Jahren für den Meinungspluralismus innerhalb der deutschen Presselandschaft. Diese Vielfalt gilt es zu verteidigen. Deshalb werden Sie vom 14. bis 18. September bei uns Texte zum Thema finden. Bleiben Sie gespannt.