Ärzte-Tarifverhandlungen scheiterten: Streiks für mehr Geld

Nachdem die Lohnverhandlungen gescheitert sind, plant der Marburger Bund den Arbeitskampf ab Mai. Berlin und Hamburg sollen allerdings verschont bleiben.

Ab Mitte Mai ist mit Ärtze-Streiks zu rechnen, in Berlin und Hamburg jedoch nicht. Bild: dpa

BERLIN taz | Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen will die Ärztegewerkschaft Marburger Bund über bundesweite Streiks entscheiden. Derzeit wird eine Urabstimmung unter den Mitgliedern vorbereitet. Ab Mitte Mai sei mit Streiks zu rechnen, sagte eine Sprecherin. Berlin und Hamburg seien nicht betroffen.

Am Donnerstag hatte der Marburger Bund die Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte an 800 kommunalen Kliniken bundesweit für gescheitert erklärt. "Wir haben alles in die Waagschale gelegt, um zu einer Einigung zu kommen", sagte der Verhandlungsführer Lutz Hammerschlag. "Am Ende hat die Unbeweglichkeit der Arbeitgeber zu dieser Situation geführt."

Die Arbeitgeber kritisierten die Entscheidung des Marburger Bundes scharf. Die Ärztegewerkschaft ignoriere die Wirtschaftskrise und lasse ernsthaften Einigungswillen vermissen, teilte die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) mit. Einer Sprecherin zufolge will man nun die kommenden Wochen abwarten: "Eine Einigung wird nicht auf der Straße stattfinden."

Die VKA hatte vorgeschlagen, die Ärztegehälter ab Januar um 2,9 Prozent zu erhöhen, der Tarif sollte aber eine Laufzeit von drei Jahren haben. Die Ärzte hatten hingegen fünf Prozent gefordert, bei einer Laufzeit von nur zwei Jahren. Laut VKA seien die Gehälter der Ärzte in den vergangenen Jahren im Vergleich zu Krankenschwestern überdurchschnittlich gestiegen. Der Marburger Bund erklärte dagegen, es gebe "Nachholbedarf", da Ärzte in Nachbarländern deutlich mehr verdienen.

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