: Ängste Überflüssig?
■ Schönefeld: Standortdebatte für neuen Großflughafen geht weiter
Die Kontroverse um den künftigen Standort für den neuen Großflughafen im Berliner Umland hat sich anläßlich der Internationalen Luftfahrtausstellung in Schönefeld fortgesetzt. Für einen „stadtnahen Airport“ sprachen sich Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt (FDP) aus.
Die Messe besuchten am Wochenende trotz trüben Wetters und eines tödlich verunglückten Piloten nahezu 40.000 Menschen. Diepgen wies Befürchtungen von Anwohnern des künftigen Großflughafens vor Lärm und Umweltbelastungen zurück. Diese seien unter anderem durch „neue Flüster-Flugzeuge“ in zehn Jahren weit geringer.
Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) dagegen erklärte, das Land werde sich bei der Standortentscheidung des jüngsten Flugzeugabsturzes vor ILA-Beginn erinnern. Der tragische Tod des russischen Piloten habe die Zwiespältigkeit technischen Fortschritts deutlich gemacht. Der Sicherheitsaspekt sei daher bei der Wahl des Ortes für den neuen Airport zu bedenken. Brandenburg orientiert bei der Ansiedlung auf Jüterbog-Ost oder Sperenberg. ADN
Siehe auch Reportage auf Seite 11
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