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Abwicklung mit der Brechstange

■ Kultusminister waren schon im Oktober einig über Massenentlassungen an Ost-Unis

Leipzig (taz) — Die pauschale „Abwicklung“ einzelner Universitätsinstitute und -sektionen in den neuen Bundesländern dient vor allem der Anpassung an die alt- bundesrepublikanische Hochschullandschaft. Die angebliche Zerschlagung alter Seilschaften spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Das geht aus einem Ergebnisprotokoll der „Arbeitsgruppe Einigungsvertrag“ der Kultusministerkonferenz der Länder sowie einer „Empfehlung zur strukturellen und personellen Erneuerung“ der FNL-Universitäten vom vergangenen Oktober hervor. Die Dokumente liegen der taz vor. In dem Entwurf heißt es, die Abwicklung diene dazu, „den für strukturelle Entscheidungen notwendigen Spielraum herzustellen." Als wesentlichen Grund für die Abwicklung nennt das Papier darüber hinaus die finanzielle Situation der neuen Länder und die Notwendigkeit, die Zahl der Hochschulangestellten „quantitativ zu reduzieren“. SEITEN 10 UND 14

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