■ PARLAMENT: Abgeordnete für eigene Ost-Ausschüsse
Berlin. Die Einrichtung eigener »Ost- Institutionen« im Abgeordnetenhaus sowie im Bundestag und Bundesrat haben die Berliner Abgeordneten Bernd Köppl (Grüne/AL) und Christian Pulz (Bündnis 90) vorgeschlagen. Die Interessenvertretung der ostdeutschen Bevölkerung in den demokratischen Institutionen müsse verstärkt werden, sagten sie gestern. Sonst bestehe die Gefahr, daß sich die Ostdeutschen massenhaft abwendeten, weil sie sich mit ihren Sorgen und Nöten nicht ausreichend vertreten fühlten. Auf der Ebene des Abgeordnetenhauses sollte nach Vorstellung der beiden Oppositionspolitiker ein »Ausschuß für Ost- Angelegenheiten« eingerichtet werden, der das eigenständige Recht für Beschlußempfehlungen und Berichte an das Parlament erhalten sollte. Dieses Gremium sollte nur mit Vertretern der Ostberliner Bezirke besetzt werden und die Probleme der Bevölkerung zum Beispiel durch Anhörungen zu »brennenden Fragen« direkt aufgreifen.
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