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Abfahren mit Sonne

■ Größte Solartanktstelle Nordeutschlands eröffnet

„An der Entwicklung des Solarmobils geht kein Weg vorbei, es fehlt jedoch noch jegliche Infrastruktur für diese Autos“, sagte gestern Professor Armin Schöne zur Eröffnung der Solartankstelle an der Universität. Diese zweite Bremer Solartankstelle ist doppelt so groß wie die in der Hemelinger Straße. 230.000 Mark hat das Land dazugelegt, die Montage besorgten die Studierenden, meist selbst ElekrtomobilistInnen.

„Das ist toll, das ist innovativ“, meinte Wissenschaftssenatorin Bringfriede Kahrs dazu. Die Tankstelle solle für alle BremerInnen offen sein. Als Armin Schöne jedoch verkündete, die Tankstelle werde umsonst Strom abgeben, wenn die Tankenden Auskunft über den Verbrauch ihrer E-Mobile geben, schränkte Kahrs ein: „Diese Art von Transferleistungen muß noch über überdacht werden.“ Völlig unklar ist auch noch der Preis. Klar jedoch: „Einmal volltanken“ dauert sechs Stunden. Man kommt damit 50 bis 80 Kilometer weit – je nachdem, ob das Auto ein Ein- oder Zweisitzer ist.

Ein Viertel aller Autos könnten Elektromobile sein, meint Schöne, denn ein Viertel aller Autos würden nur für Kurzstrecken benutzt. E-Mobile fahren geräuscharm und ohne Emissionen. Strom aus der Steckdose macht E-Mobile jedoch zu Energieschleudern. Deswegen soll mit der Solartankstelle die Idee des elektrischen Individualverkehrs mit der Idee der solaren Stromerzeugung verbunden werden.

Bei der solaren Stromerzeugung gibt es jedoch noch Entwicklungsbedarf. Deswegen wurde die Tankstelle an der Universität eingerichtet – obwohl man zehn Prozent des Tankinhaltes bereits wieder verbraucht, um von der Innenstadt zur Tankstelle und zurück zu fahren.

Groß wird der Andrang eh nicht werden: 40 Elektromobile gibt es in Reichtweite der Tankstelle, 20 davon in Bremen. Wenn allerdings das neue Swatch-Auto als Elektroversion in Serie geht, könnte es eng werden an den zwei Steckdosen an der Uni. aw

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