piwik no script img

■ ASYLWOHNHEIM IN SAARLOUIS ANGEZÜNDET/TÄGLICHE ÜBERGRIFFE IN DRESDENAsylbewerber nach Anschlag verbrannt

Saarlouis/Dresden (taz) — Ausländerhaß hat ein Todesopfer gefordert: Ein 25jähriger Flüchtling aus Ghana verbrannte qualvoll, nachdem bisher unbekannte Täter an der Außentreppe eines Asylwohnheims in Saarlouis in der Nacht zum Donnerstag Benzin ausgeschüttet und angezündet hatten. Zwei Nigerianer wurden schwer verletzt. In dem Haus wohnten etwa 20 Flüchtlinge. Die Polizei fahndet bisher ohne Erfolg. Saarlouis gilt als Hochburg der Rechtsradikalen.

In Dresden organisieren Skins inzwischen ihre ständigen Überfälle auf Vietnamesen und Vietnamesinnen per Sprechfunk; sie filmen ihre Angriffe mit Videokameras und treiben Schutzgelder ein. SEITEN 6 UND 12

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen