■ ASYLGEZÄNK: Hirsch: Bedauerlicher Tiefstand der Gespräche
Berlin (taz) — Nur einen Tag nach dem Kompromiß zwischen der Bundesregierung und der Opposition in der Asylfrage hat Innenminister Schäuble einen Vorschlag zur Änderung des Artikels 16 Grundgesetz vorgelegt. Danach wäre es künftig möglich, Asylbewerber aus „Nichtverfolgerstaaten“ bereits an der Grenze abzuweisen oder umgehend abzuschieben. Unterdessen brachte die SPD einen Antrag zur „Asyl- und Zuwanderungspolitik“ ein, der die „Zielvorstellungen“ unterhalb einer Grundgesetzänderung bekräftigen soll. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hirsch, sah in Schäubles Vorgehen einen „bedauerlichen Tiefstand“ der Gespräche. SEITEN 4 UND 5
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen