piwik no script img

AOK gerät in Bedrängnis

BERLIN taz ■ Den Allgemeinen Ortskrankenkasssen droht Ungemach. Siebzehn finanzstarke Ersatz- und Betriebskassen haben gestern ein Bündnis gegründet, das Front machen will gegen den Finanzausgleich zwischen den gesetzlichen Kassen. Angeführt wird es von der Techniker Krankenkasse. Der Wettbewerb im Gesundheitssystem müsse verstärkt werden, hieß es in einer Erklärung. Sollte dabei eine Kasse auf der Strecke bleiben, bedeute dies keinen Verlust, sagte Hans Wehrberger von der BKK-Siemens. Damit spielte er auf die verschuldete AOK Berlin an. Falls sie pleite macht, müssten die anderen Kassen deren Mitglieder aufnehmen. Das „Forum“ der 17 verlangt ferner, dass die Kassen Leistungen außerhalb des gesetzlich festgelegten Leistungskatalogs auch zu Privattarifen anbieten dürfen. Damit würde die Grenze zur privaten Krankenversicherung aufgehoben. roga

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen