5 dinge, die wir gelernt haben:
1 Erin Brockovich ist zurück
Brockovich, deren Kampf gegen ein umweltverpestendes Erdgasunternehmen vor 26 Jahren verfilmt wurde, knöpft sich nun die Tech-Giganten vor. Auf einer von ihr ins Leben gerufenen Onlineplattform lässt sich ab jetzt nachverfolgen, wo in den USA neue energie- und wasserfressende Rechenzentren hochgezogen werden. An den Filmrechten dürften Apple TV und Amazon Prime Video ein besonderes Interesse haben.
2 Google züchtet Mückenmänner
Google hingegen beschäftigt sich lieber mit der Züchtung zeugungsunfähiger Stechmücken. In dieser Woche hat das Unternehmen einen Antrag bei der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde eingereicht: Es will in Kalifornien und Florida 32 Millionen Mücken aussetzen, um Krankheiten einzudämmen. Den Vorgang zu erklären, würde hier sehr viel Platz in Anspruch nehmen und ja auch nur ablenken von der extrem banalen Kausalkette, dass die Verbreitung mückenübertragener Krankheiten vom Klimawandel kommt und der Klimawandel unter anderem von den Rechenzentr…
3 Auf Ostervilm herrscht Ruhe
Wem angesichts von Rechenzentren- und Mückenplage nichts als not in my backyard einfällt, hätte am Donnerstag die Gelegenheit gehabt, sich eine eigene kleine Insel vor Rügen zu ersteigern. 250 m[2]misst das zugegebenermaßen komplett marode Grundstück, das von der DDR-Marine einst als Entmagnetisierungsstation genutzt wurde. Rost und Grünspan statt Sandstrand und Kreidefelsen – aber hey, mach es zu deinem Projekt! Ostervilm hat das Zeug zur echten Aussteigeroase, weit weg vom Wahnsinn der Welt. Es sei denn, ein Wal …
4 Timmy isch nun wirklich over
Fast zweieinhalb Monate und Dutzende Artikel allein in der taz später nehmen wir an dieser Stelle definitiv und endgültig Abschied von Timmy/Hope (vorerst). Ungefähr zur gleichen Zeit, als Ostervilm unter den Hammer kam, wurde dem aufgeblähten Buckelwalkadaver am Strand der dänischen Insel Anholt der Bauch aufgeschnitten. „Das wird heftig“, warnte ein Experte vorsorglich. Timmys Obduktion musste unter freiem Himmel stattfinden, da es kaum Forschungsinstitute gibt, die für Tiere in dieser Größenordnung über eine angemessene Infrastruktur verfügen. Doch wenn uns diese Woche eines gelehrt hat, dann: Wo ein Wille, ist auch ein Weg.
5 Kein Patient wird abgewiesen
Am Mittwoch nämlich verschaffte sich eine Kuhherde über die Notaufnahme Zutritt zur nordhessischen Kreisklinik Wolfhagen. Von dort aus gelangten die Tiere dann zielstrebig auf die zweite Etage. Ob das wohl diese mit der Krankenhausreform versprochene verbesserte Versorgung ländlicher Regionen ist? (lgu)
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