: 45 Grad im Schatten:
Vom 4. bis 11.September gibt's Kulturfest in St. Pauli: Ballett in einer stillgelegten Eisengießerei, Jazz auf der Reeperbahn und der Großen Freiheit, Variete, Konzerte und Travestie-Shows im Jugendstil-Zelt und Kammermusik im Sex -Theater „Salambo“. Zweck der Übung: Das Image aufpolieren, auf das die Kultur Einzug halte im Nachtleben von St. Pauli.
„Kein Utopia: Araber, Juden, Engländer in Palästina“ heißt die Ausstellung mit 185 Arbeiten von Walter Zadek, die der Frankfurter Kunstverein vom 5.August bis 11.September zeigt. Das widersprüchliche Panorama Palästinas in den dreißiger Jahren hat der Fotograf, der als Journalist vor den Nazis geflohen war, eingefangen. Seine palästinensischen Lebensbilder enthalten die sozialen Zustände, das Aufeinanderprallen der verschiedenen Kulturen, bewaffnete Konflikte und Alltägliches aus Tel Aviv oder den Kibbuzim.
Die fünf „Scorpions“ aus Hannover klettern unaufhaltsam die Karriereleiter hinauf. In diesem Jahr brachte die Hardrockband nach vier Jahren Pause ihr neues Album „Savage Amusement“ heraus und gelangten damit in der US-LP-Hitliste auf Platz fünf. In den USA haben fast 700.000 Amerikaner die Gruppe live gesehen und eineinhalb Millionen die Schallplatte gekauft. In Leningrad spielten sie gleich zehn Mal vor insgesamt 150.000 Menschen. Ihr Erfolgsrezept: Lederkleidung, ohrenbetäubender Krach, Gitarrenduelle im Nebel, Stakkato-Baß, Schlagzeug-Gewitter und Sänger Klaus Meine kreischt dazu was das Zeug hält. O-Ton Klaus: „Heavy Metal oder Rock'n Roll ist das letzte Abenteuer unserer Zeit“. Offensichtlich ist auch in den USA der Marlboro-Mann langsam abgemeldet.
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaft hat am Mittwoch Mittel in Höhe von 2,7 Millionen Währungseinheiten (rund 5,6 Millionen Mark) für die Restaurierung von 30 Kulturdenkmälern in elf der zwölf EG-Staaten bereitgestellt. Nur Luxemburg bekommt nichts ab vom Kuchen. Zu den erhaltenswerten Bauten gehören holländische Windmühlen und Grachten, eine britische Kathedrale, ein französisches Kloster, griechische Ruinen und ein Saarstahlwerk.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen