26. Mai - 5. Juni 2020

Dakar - Kunstbiennale Dak'Art

Reiseleitung: Ibou C. Diop

Schneider in Dakar - Modedesign ist im Senegal eng mit der Künstlerszene vernetzt Bild: Herby Sachs

14. Kunstbiennale Dak’Art in Dakar und auf der Insel Gorée: Ausstellungen, Debatten und Einblicke in die Kulturszene

In Kooperation mit dem Verein FuturAfrik laden wir ein zum Besuch eines der wichtigsten Kunstfestivals Afrikas: der 14. Dak’Art in Senegals Hauptstadt Dakar. Seit 1992 ist diese Kunstbiennale für Künstler*innen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora eine Plattform, das Leben auf dem Kontinent und seine internationalen Beziehungen darzustellen, zu reflektieren und die weltweite Wahrnehmung Afrikas (mit) zu gestalten.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

PREIS:  ab 1.380 € (DZ/HP/ohne Anreise)

VERANSTALTER:

Ventus Reisen, Berlin, Tel. 030-391 00 332 office@ventus.com

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden

Der Besuch zahlreicher Vernissagen und Ausstellungen bei der Reise wird ergänzt durch Einblicke in die Kulturszene, ihr Selbstverständnis und ihre Debatten. Sie werden afrikanische Realitäten durch Begegnungen mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, Künstler*innen und Intellektuellen kennen lernen.

Ibou C. Diop, Kulturwissenschaftler am Humboldt-Forum in Berlin, Romanist, Mitbegründer des Vereins 'FuturAfrik e.V.'

Über einen Monat lang belebt die Dak‘Art die ganze Stadt, jeden Tag sind zahlreiche kleine und große Ausstel- lungen und Performances zu sehen. Darüber hinaus erhalten Sie bei Treffen mit senegalesischen Künstler-, Politiker- und Wissenschaftler*innen, bei Museumsbesuchen sowie bei Stadtrundgängen und Konzerten Einblicke in die Kunst- und Kulturszene, in die Geschichte und die gesellschaft- lichen Entwicklungen Senegals.

Auch der persönliche Kontakt zu den Dakarois, den Einwohner*innen von Dakar, soll nicht zu kurz kommen; so ist die Reisegruppe bei einigen Abendessen zu Gast bei unseren senegalesischen Gesprächspartnern.Wir interessieren uns außerdem für senegalesisches Kunsthandwerk, wohnen Theateraufführungen und Erzählabenden bei und genießen die große Vielfalt an Konzerten, die Dakar zu bieten hat: Pape & Cheikh, Cheikh Lô, Didier Awadi, Hip Hop und Reggae Konzerte etc.

Graffiti während der Dak'Art 2016 Bild: Eric van Grasdorff

Die Stadt Dakar hat eine wechselvolle Geschichte: vom Umschlagplatz für den Sklavenhandel über die Kolonialstadt mit strategischer Position im Zweiten Weltkrieg bis zur Hauptstadt eines unabhängigen Senegals. Diese Geschichte werden wir auf einer umfangreichen Stadttour mit dem Historiker (und „Griot“) Babacar Mbaye Ndaak nachvollziehen und während eines Besuchs auf der Insel Gorée vertiefen.

Auch die Universität Cheikh Anta Diop gehört zum Programm: wir besuchen die Bibliothek und das Laboratorium des berühmten Namensgebers, der in seinen Forschungen (er starb 1986) die kulturellen Ursprünge der Menschheit und den afrikanischen Kontinent als Wiege der menschlichen Zivilisation analysierte; damit stärkte er nachhaltig das Selbstverständnis afrikanischer Gesellschaften gegenüber dem Westen.

Bei anderen Begegnungen beschäftigen wir uns mit gesellschaftspolitischen Themen in Westafrika: etwa beim Besuch des panafrikanischen Forschungsinstituts CODESRIA, seit 1973 ein Impulsgeber für die Sozialwissenschaften in Afrika, oder beim Treffen mit dem Chefredakteur der pan-afrikanischen Internetplattform Pambazuka.org, die sich für soziale Gerechtigkeit in Afrika engagiert. Ein Treffen mit Vertretern der Bewegung „Y en a marre“ („Uns reicht’s“) ist quasi obligatorisch, um aus zivilgesellschaftlicher Perspektive über die erfolgreichen Proteste in 2012, den Machtwechsel und die Zukunft der sozialen Bewegung im Senegal und in der Region zu sprechen.

Neben der Insel Gorée und der Innenstadt von Dakar werden wir auch die Banlieue mit Stadtteilen wie Guediawaye und Hann Pecheur kennenlernen. Hier treffen wir Mitglieder der Theatergruppe „Kaddu Yaraax“, die seit Jahren erfolgreich mit dem sog. „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal arbeitet und sich in ihren Aufführungen für unterschiedlichste Themen wie Migration oder Umweltschutz engagieren.

Auf der Insel Gorée Bild: Herby Sachs