piwik no script img

17 Menschen wurden bei Militärputsch in Venezuela getötet

Caracas (dpa) — Bei dem gescheiterten Militärputsch in Venezuela wurden entgegen ersten Mutmaßungen über eine weit höhere Zahl von Opfern nach letzten amtlichen Angaben 17 Uniformierte getötet. Regierungssprecher Andres Eloy Blanco teilte gestern mit, bei dem Versuch, den sozialdemokratischen Präsidenten Carlos Andres Perez zu stürzen, seien 61 andere verletzt worden.

Rund 24 Stunden nach der Rebellion ist in dem südamerikanischen Land weitgehend Ruhe eingekehrt. Verteidigungsminister General Fernando Ochoa Antich erklärte, alle rebellierenden Kasernen seien von Truppen besetzt. Insgesamt seien 946 Meuterer festgenommen worden.

Trotz Aussetzung der Grundrechte boten Caracas und die Provinzen Mittwoch früh ein normales Bild. Am Vorabend hatte Perez seine Landsleute aufgerufen, wieder an die Arbeit zu gehen. Er berichtete, wie er mit seiner Familie dem Mordversuch der Putschisten in seiner Residenz in Caracas entkam. Perez konnte sich in einem Fernsehsender in Sicherheit bringen, von wo aus er den Putschversuch bekanntmachte.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen