: 120 Millionen von Cholera bedroht
Die Cholera-Epidemie in Lateinamerika bedroht nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 120 Millionen Menschen, rund ein Viertel der Bevölkerung des Subkontinents, sagte WHO-Generaldirektor Hiroshi Nakajima am Donnerstag in Genf. Besonders gefährdet seien die Bewohner der Armensiedlungen und Slums, aber auch der ländlichen Gebiete. Nakajima kündigte die Bildung einer Einsatzgruppe der WHO an.
Die Ursachen der Epidemie in Lateinamerika — kein sauberes Trinkwasser, verschmutztes Essen und Mangel an sanitären Einrichtungen — seien Ausdruck der wirtschaftlichen Krise. Für die nächsten zehn Jahre würden etwa 5 Milliarden US- Dollar jährlich benötigt, um die Trinkwasserversorgung in Lateinamerika zu verbessern. Dies sei die wirksamste Art, um die Epidemie zu bekämpfen.
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