02.07.2026 : taz zahl ich: 50.000 freiwillige Unterstützende für die taz
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Das freiwillige Onlinebezahlmodell taz zahl ich hat einen neuen Meilenstein erreicht: 50.000 Menschen unterstützen die taz im Netz und bilden damit einen wesentlichen Baustein bei der Zukunftssicherung des linken Medienhauses.
Schon seit 15 Jahren besteht die Möglichkeit, für den Online-Journalismus der taz freiwillig zu bezahlen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Medien, die sich im Laufe der Zeit für die Einführung einer Bezahlschranke im Digitalen entschieden haben, ist die taz dem Prinzip des frei zugänglichen Journalismus bis heute treu geblieben. Was zu Beginn kaum mehr als ein kleiner Spendenaufruf war, ist mittlerweile zu einer tragenden Säule der Finanzierung der taz geworden. taz zahl ich sagten im Februar 2025 40.000 Unterstützer:innen, etwa eineinhalb Jahre später sind es nun bereits 50.000. Im Jahr 2025 konnten über taz zahl ich mehr als 3,76 Millionen Euro aus regelmäßigen und einmaligen Beiträgen eingenommen werden. Seit Beginn der Kampagne sind insgesamt knapp 22 Millionen Euro zusammengekommen.
Ein Grund zum Feiern für das Team und die gesamte taz: Am 24. Juni wurde im Medienhaus in der Friedrichstraße auf den Erfolg angestoßen. Chefredakteurin Katrin Gottschalk betonte in ihrer Rede, wie wichtig taz zahl ich für die publizistische Unabhängigkeit der taz ist:
„Mit diesem Modell können wir ausschließlich über Themen schreiben, von deren publizistischer Relevanz wir überzeugt sind. Dies ist ein Privileg, während die Optimierung auf Abonnements zusehends die Inhalte auf den Startseiten anderer Medien verändert. Unser Journalismus bleibt relevant, weil ihn alle lesen können."
Es ist vor allem der solidarische Gedanke, der in den regelmäßigen Umfragen unter den Leser:innen der taz am häufigsten als Motivation genannt wird: für sich und andere zahlen. Also auch für all jene, die sich kein Abo leisten können. Dank der mittlerweile 50.000 Freiwilligen bleiben die Artikel und Inhalte der taz im Netz ohne Paywall zugänglich. Die taz begreift ihren Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut: Menschen, die es sich nicht leisten können, dürfen nicht von unabhängiger Presse ausgeschlossen werden. Besonders in Zeiten wie diesen gilt diese Grundhaltung mehr denn je.
„Wir freuen uns sehr, dass nun 50.000 Menschen nicht nur den Journalismus der taz unterstützen, sondern auch ein freiwilliges Zahlungsmodell, das den freien Zugang zur taz für alle möglich macht", sagt Andreas Marggraf, Geschäftsführer der taz.
Erst im vergangenen Herbst vollzog die taz die „Seitenwende“: Als erste überregionale Zeitung erscheint sie seitdem werktags nicht mehr gedruckt, sondern ausschließlich in der App und als E-Paper. Die weiterhin samstags erscheinende wochentaz ist damit zum Herzstück des Print-Journalismus der taz geworden, der Wegfall der täglichen Print-Zeitung soll durch die Erträge der digitalen Angebote ausgeglichen werden. Die Seitenwende ist der taz gelungen: Knapp 90 Prozent der Print-Abos konnten in digitale Abonnements überführt werden. Die Leser:innen haben damit gemeinsam mit der taz die digitale Transformation vollzogen. Weil sie wissen: der Journalismus der taz bleibt derselbe, unabhängig davon, ob er digital oder auf Papier gelesen wird.
taz zahl ich ist ein wichtiger Baustein dieser digitalen Transformation, die noch immer nicht abgeschlossen ist. Denn auch nach der Seitenwende müssen die Produkte der taz weiterentwickelt, verbessert und Arbeitsabläufe umstrukturiert werden. Die stetige Veränderung, die die taz schon immer ausgezeichnet hat, wird auch in Zukunft Herausforderung und Chance zugleich bleiben.
In wenigen Monaten wird eine neue App erscheinen, die taz News-App, die das taz-Nachrichten-Angebot noch einfacher zugänglich macht. Auch hier wird es möglich sein, den taz-Journalismus freiwillig und solidarisch über taz zahl ich zu unterstützen.