piwik no script img

... der Mut zur Kürze

In Freiburg hat ein Angeklagter vor Gericht das längste Schlusswort gesprochen, dass es je in einem deutschen Prozess gab. Und das war wirklich lang.

Das letzte Wort vor der Urteilsverkündung hat vor deutschen Gerichtet tradtionell der Angeklagte. Häufig wird es genutzt, um Reue zu zeigen und das Gericht so milde zu stimmen.

Ein Mann, der in Freiburg wegen gewerbemäßigen Betrugs angeklagt war, wählte eine andere Taktik: Er wollte offenbar die Entscheidung möglichst lange hinauszögern. Verurteilt wurde er letzlich aber doch, und zwar zu drei Jahren und drei Monaten Haft.

Davor stellte er jedoch den Rekord für das längste Schlusswort vor einem deutschen Gericht auf: Mehr als 14 Stunden sprach der 61-Jährige.

Nur noch 460 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

0 Kommentare