Craftbier aus Norddeutschland : Von wegen kühles Blondes
Die Bierbranche ist im Umbruch. Während große Konzerne von einer Krise in die nächste stolpern, hat sich in der regionalen Nische mit craft-Bieren eine neue Vielfalt etabliert.
Illustration: Julia Molin
Zugegeben: Nach guten Nachrichten über Bier muss man manchmal ein bisschen suchen. Meist ist von insolventen Brauereien die Rede, von der bedrohten Volksgesundheit oder unsympathischen Männerhorden in Bus und Bahn. Das jahrtausendealte Kulturgetränk hat ein Imageproblem.
Allerdings ist das nicht einmal die halbe Geschichte. Denn erstens schmeckt Bier ja trotz allem noch ganz fantastisch – und zweitens hat sich im Schatten weltweit operierender Großkonzerne in den vergangenen Jahren eine kreative Szene etabliert, die auf Vielfalt setzt und uralte Traditionen wiederbelebt.
Mit der Craftbier-Bewegung sind auch im Norden wieder kleine Brauereien entstanden, die jenseits von Pilsener und Hefeweizen auf besondere Bierstile setzen – eine Fundgrube nicht nur für Genießer:innen und Bier-Nerds, sondern auf dem Land auch ein echter Gewinn für die Gastronomie.
Gehen Sie auf eine kleine Rundreise mit taz-Redakteur und Bier-Fan Jan-Paul Koopmann: aus der Hamburger Kreativbrau-Szene raus aufs platte Land und bis hoch an die Ostsee – wo Hopfen, Malz und Hefe eine geschmackliche Vielfalt eröffnen, die der von Wein in nichts nachsteht.
Anmeldung erforderlich, Kostenbeitrag 15 Euro (nur gegen Barzahlung vor Ort)