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USA-Stipendium für Journalist:innen And the winners are ...​

Zum dritten Mal wurden zehn Journalist:innen für das Daniel-Haufler-Stipendium ausgewählt. Ende September reisen sie in die USA.

taz panterstiftung | [Englisch Version here] Die Jury hat entschieden – zum dritten Mal wurden zehn Journalist:innen des von der taz Panter Stiftung ausgeschriebenen Daniel-Haufler-Stipendiums „Reise in die Mediengesellschaft USA“ ausgewählt. Congratulations!

Vom 27. September bis zum 19. Oktober reisen die Stipendiat:innen in die USA (hier gibt es mehr Infos zum Stipendium). Die Reise führt die Stipenidiat*innen von Washington DC nach Philadelphia und schließlich nach New York. Wir stellen Ihnen die zehn Journalist:innen hier kurz vor:

Alexandra Duong | Alexandra ist freie Reporterin. Ihr Schwerpunkt liegt auf Umwelt und Gesundheit, sie interessiert sich aber auch für Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Technologie. Sie hat Geschichte und Volkswirtschaftslehre studiert, in Mannheim, und Umweltpolitik, in London. In Hamburg hat sie die Henri-Nannen-Schule besucht und sich neben dem Schreiben auf Videojournalismus spezialisiert. Mittlerweile arbeitet sie auch sehr gern fürs Radio. Sie lebt in Paris.

Lea Ernst | Lea aus Zürich schrieb sich durch diverse Stationen, bevor sie im freien Journalismus landete. Für einen Online-Geschenkshop bewarb sie Biersocken und Liebesschlösser, tippte in einem schummrigen Büro in Bochum Bewerbungen für wildfremde Menschen und dokumentierte in Sri Lanka die Arbeit einer NGO. Seit fünf Jahren schreibt und fotografiert sie nun Gesellschafts- und Auslandsreportagen, unter anderem für das ZEIT Magazin, NZZ am Sonntag Magazin, ZEIT Verbrechen oder die WOZ. Für eine Reportage über das Nerztöten in Dänemark gewann sie den Swiss Press Photo Award, für einen Text aus einem ehemaligen Kino in Sarajevo den Zürcher Journalistenpreis (Newcomer).

Ruth Fuentes | Ruth, geboren 1995 in Kaiserslautern und aufgewachsen zwischen der deutschen und spanischen Kultur, war bis Januar 2023 taz Panter Volontärin. Davor studierte sie Mathematik in Madrid und Heidelberg. Heute lebt und arbeitet sie als freie Journalistin in Berlin. Seit 2022 schreibt sie unter anderem die taz FUTURZWEI-Kolumne "Stimme meiner Generation". Sie ist Mitglied der Berliner Lesebühne "Neuköllner Brett".

Veronica Frenzel | Veronica arbeitet als freie Reporterin, vor allem für Printmedien, häufig vom afrikanischen Kontinent. Besonders interessiert sie die Verflechtung von individueller Biografie und historischer Verantwortung. Mit ihrem Buch „In eurem Schatten beginnt mein Tag“ hat sie untersucht, welche Folgen die NS-Vergangenheit ihrer Familie in ihrem Leben hat. Im Rahmen des Daniel Haufler Stipendiums recherchiert sie zu Konflikten um indigene Identität. Ausgehend von diesen Auseinandersetzungen fragt sie, wie sich koloniale Kontinuitäten im Alltag, in Institutionen und in individuellen Biografien zeigen und wie Formen tatsächlicher gesellschaftlicher Verantwortung entstehen können.

Eva Hoffmann | Eva ist freie investigative Journalistin mit Schwerpunkt auf Behördenversagen, Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt. In Freiburg, Wien und Paris studierte sie Medien- und Kulturanthropologie und setzte sich vor allem mit Überwachung und autoritären Systemen auseinander. Eva ist Mitgründerin des Selbstlaut Kollektivs, einem Zusammenschluss aus freien Journalist:innen und Fotograf:innen, die gemeinsam internationale und machtkritische Recherchen umsetzen. Zuletzt deckte sie gemeinsam mit Christian Fuchs bei der ZEIT ein Datingportal von Neonazis auf, veröffentlichte beim rbb zur Abzocke vietnamesischer Pflegekräfte und recherchierte für das ZDF zu Machtmissbrauch und Übergriffen bei Jugendreisen.

Cristina Marina | Cristina wurde in Bukarest (Rumänien) geboren. Im Jahr 2000 kam sie als Erasmus-Studentin nach Deutschland. Sie erlangte einen Abschluss als Diplom-Physikerin von der Universität Hannover und später einen Master of Arts in „East European Studies“ von der FU Berlin. In den Journalismus startete sie 2017 mit einer Ausbildung an der Freien Journalistenschule (FJS). Es folgten Stationen bei der Süddeutschen Zeitung und ein Volontariat beim Evangelischen Pressedienst (epd). Seit 2021 ist sie Redakteurin im Berlin-Ressort des Tagesspiegel. Sie schreibt gern über soziale Themen und besondere Menschenschicksale.

Johanna Sagmeister | Johanna ist crossmediale Journalistin in Berlin. Sie arbeitet unter anderem als Reporterin für Tagesschau und rbb24-Inforadio. Außerdem macht sie TV-Dokus und Reportagen, zum Beispiel über Obdachlose in Berlin (rbb) oder den Immobilienmarkt (ARD Story). Für die Doku-Serie "Chronik einer Abschiebung" wurde sie 2025 für den Deutschen Reporter:innen-Preis in der Kategorie Podcast nominiert. In der Vergangenheit war sie Redakteurin und CvD bei ZDFheute und ARD-Mittagsmagazin. Sie hat unter anderem aus der Türkei, dem Irak und Pakistan berichtet. Sie hat als Schülerin in den USA gelebt und während des Studiums bei den Vereinten Nationen in New York hospitiert. Ihre Ausbildung hat sie an der Deutschen Journalistenschule in München gemacht.

Fabian Schroer | Fabian studierte Anglistik und Philosophie in Essen und Literatur in Berlin. Seit 2022 bei der taz, zuerst Kultur und Social Media, seit 2024 Redakteur im Auslandsressort und dort zurzeit zuständig für Süd- und Westeuropa. Fabian Schroer schreibt über Migration, Soziale Medien und den politischen Einfluss von Big Tech. Besonders gerne auch über Freiheit in seiner alle zwei Wochen erscheinenden Kolumne Freidrehen. Außerdem ist er einer der Hosts der Fernverbindung – dem Auslandspodcast der taz. Im September 2025 begleitete er die Besatzung der Sea-Watch 5 bei ihrem Einsatz im Mittelmeer.

Finn Starken | Finn arbeitet derzeit als freier Journalist für den Norddeutschen Rundfunk. Er studierte Geschichte, Philosophie und Politische Theorie an der Universität Heidelberg und der Goethe-Universität Frankfurt. Anschließend volontierte er beim ZDF Magazin Royale und arbeitete dort als Redakteur. Weitere Stationen beim Spiegel, Deutschlandfunk und der taz. Zuletzt war er IJP-Fellow bei Vrij Nederland in Amsterdam. Finn lebt in Köln.

Simon Wörz | Simon arbeitet seit seiner Schulzeit journalistisch - zuerst als Kreisliga-Reporter auf der Schwäbischen Alb, heute mitunter als Investigativ-Reporter für den Bayerischen Rundfunk. Er studierte in Stuttgart, Sevilla, München, Mexiko-Stadt und wurde an der Deutschen Journalistenschule ausgebildet. In Bayern recherchierte er u.a. zu rechtsextremen Vorfällen und queerfeindlicher Sexualkunde an Schulen. Für die ARD-Doku "Angriff auf den Amateurfußball - Die Gier der Wettindustrie" wurde er 2024 bei den AIPS Sports Media Awards mit dem Sonderpreis für Investigation ausgezeichnet. Simon ist Teil des Podcast-Kollektivs “Lagune 11”, das Storytelling- und Doku-Podcasts produziert, z.B. für das BR-Format “Seelenfänger”, welches sich mit sektenähnlichen Bewegungen beschäftigt.

Mehr Hintergründe zum Daniel Haufler Stipendium in der taz Panter Stiftung finden Sie hier. Infos zum Volontariat der taz Panter Stiftung gibt es hier.