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taz Talk meets Buchmesse Leipzig Liefern

Ein Roman über Migration, prekäre Arbeitsverhältnisse und globale Ungleichheit – Tomer Gardi im taz Talk auf der Leipziger Buchmesse.

Tomer Gardi erzählt von den persönlichen Schattenseiten der Globalisierung Foto: Maximilian Gödecke | Klett-Cotta

Essenslieferantinnen prägen längst das Straßenbild moderner Metropolen – in Berlin, Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires oder Istanbul. In seinem neuen Roman „Liefern“ gibt Tomer Gardi diesen unsichtbaren Held:innen der globalisierten Arbeitswelt eine literarische Stimme.

Veranstaltungsinformationen

Wann: Fr., 20.03.2026, 11:45 Uhr

Wo: Halle 5 | G500

Leipziger Messe

Messe-Allee 1

04356 Leipzig

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Eintritt frei

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Für den Besuch der Veranstaltung ist ein gültiges Ticket für die Leipziger Buchmesse erforderlich. Eine Registrierung ist nicht erforderlich. Da wir eine sehr begrenzte Platzkapazität vor Ort haben, bitten wir Sie, frühzeitig am Veranstaltungsort zu sein. Die Veranstaltung wird parallel live auf YouTube gestreamt.

Mit politischer Schärfe und humorvoller Leichtigkeit erzählt Gardi von Menschen, die täglich rassistische Ausgrenzung, Ausbeutung und existenzielle Unsicherheit erleben – und dennoch niemals ihre Sehnsucht nach Liebe, Familie und Verbundenheit verlieren.

Im Zentrum steht Filmon, er ist aus Eritrea geflüchtet und arbeitet nun in Tel Aviv als Lieferant, um Geld zu verdienen, damit er seiner Frau und seiner Tochter nach Berlin folgen kann. Während die beiden an einem Berliner Bildungszentrum Deutsch lernen, reist ihre Lehrerin Nina nach Delhi, wo sie sich auf einem Übersetzertreffen in den Argentinier Ramon verliebt. Zur selben Zeit begibt sich der Erzähler nach Istanbul, um ein durch Betrug erlangtes Preisgeld auf sinnvolle Weise zu verwenden. Parallel dazu wird die Geschichte von Ramons Mutter erzählt, die mit der Abwesenheit ihres Sohnes zurechtkommen muss.

„Liefern“ ist eine literarische Weltreise in sechs Episoden, ein moderner Gegenwartsroman über Migration, Liebe, Arbeitskämpfe und die Ungleichheiten unserer Zeit. Gemeinsam mit Anne Birkenhauer, die den Teil „Mimesis“ aus dem Hebräischen übersetzte, schafft Tomer Gardi ein vielstimmiges Epos, das politisch brennt und erzählerisch glänzt.

🐾 Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt als Schriftsteller in Berlin. Sein Debüt „Stein, Papier“ erschien 2011 auf Hebräisch und 2013 in deutscher Übersetzung. 2016 erschien sein Roman „Broken German“. Für den Roman „Eine runde Sache“ erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit renommierten Stipendien ausgezeichnet. Für sein aktuelles Buch hat Tomer Gardi über drei Jahre in sechs Städten vor Ort recherchiert. „Liefern“ erscheint im Klett-Cotta Verlag.

🐾 Doris Akrap ist seit 2008 Redakteurin und Kolumnistin bei der taz und moderiert diesen Talk. Nebenbei ist sie auch Autorin, Publizistin, Moderatorin und Boardmitglied im PEN Berlin.

Literarischer Frühlingsimpuls

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