Jahrestag antisemitischer Diskriminierung „Judenstern“ als befohlenes Stigma Mit der Kennzeichnung 1941 begann der systematische Mord an mindestens sechs Millionen Juden. Sie war die letzte einer Reihe von Ausgrenzungen. Von Wolfgang Benz 1.9.2016
Polnisches Kino History-Horror aus der Grube In „Dibbuk – Eine Hochzeit in Polen“ erzählt der Regisseur Marcin Wrona klug und witzig von Gespenstern der Vergangenheit. Von Lukas Stern 31.7.2016
Prozess gegen SS-Wachmann in Auschwitz Verteidiger fordern Freispruch Reinhold Hanning habe keine Menschen getötet, geschlagen oder dabei geholfen, sagt die Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft gefordert. 11.6.2016
Neuer Roman von David Grossman Das einsame Kind auf der Bühne David Grossmans Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ erzählt von einem Abend, an dem ein Stand-up-Comedian aus der Rolle fällt. Von Katharina Granzin 7.6.2016
Boris Luries Holocaust-Collagen Die Gewalt nach unten verschieben Boris Lurie verarbeitete in drastischen Collagen und Gemälden seine Erfahrungen als Überlebender der deutschen Konzentrationslager. Von Ulrich Gutmair 9.3.2016
Ungarischer Kinofilm „Son of Saul“ Der eigene Schrecken Eine deutsche Fabrik namens Auschwitz: Der mit dem Oscar prämierte Film „Son of Saul“ von László Nemes startet endlich. Von Claus Löser 10.3.2016
Gedenken im Film Heillos unbewältigt Polemisch fasste er deutsche Gedenkkultur im Begriff des „Shoahbusiness“. Der Film „Triumph des guten Willens“ erinnert an den Publizisten Eike Geisel. Von Kristof Schreuf 4.2.2016
NS-„Rassereferent“ rettete Tausende Juden Calmeyers Tricks Ein neues Buch zeigt, wie der Osnabrücker Hans Calmeyer Tausende Juden vor der Deportation bewahrte. Idealisert wird er dabei nicht. Von Benno Schirrmeister 22.12.2015
Buch über Voraussetzungen der Shoah Nur Staatlichkeit schützt vor Holocaust Der Holocaust war kein Staatsverbrechen, sondern wurde möglich, weil Strutkuren zerstört wurden. Timothy Snyders neues Buch „Black Earth“. Von Micha Brumlik 16.10.2015
NS-Besatzungsherrschaft in Polen Wie viele Retter, wie viele Zuschauer? In Polen wird über Denkmäler gestritten, die Helfer verfolgter Juden ehren sollen. Das dominiert auch eine Historikerkonferenz. Von Klaus Hillenbrand 17.11.2014
Buch über Shoah-Überlebende in Polen Erzählen jenseits der Schmerzgrenze Zwölf Zeugnisse, die bis 1947 von Überlebenden der Shoah in Polen entstanden sind, liegen nun in Buchform vor. Ein bedeutendes Werk. Von Alexandra Senfft 18.10.2014
Israelischer Holocaustgedenktag Dissidenten im Geiste Israel gedenkt der Opfer des Holocaust mit zwei Schweigeminuten. Das Land steht still. Einigen Linken aber ist nicht wohl dabei. Von Judith Poppe 28.4.2014
Erinnerung an jüdische Familie Feuerwehr frei! Im münsterländischen Borghorst soll die Villa einer jüdischen Familie abgerissen werden. Den Platz bräuchte die Feuerwehr. Eine Initiative sieht das anders. Von Pascal Beucker und Anja Krüger 2.4.2014
Kommentar Holocaust-Gedenktag Niemals vergessen Kommentar von Klaus Hillenbrand Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist kein sehr altes Ritual. Erinnern heißt auch, alle Verbrechen der Nazis genau zu betrachten. 27.1.2014
Keine Rente für Ghetto-Arbeit Zynisches Spiel auf Zeit Engor-Cemachovic musste während des 2. Weltkrieges für die Deutschen arbeiten. Als Zwangsarbeiterin wurde sie nie anerkannt. Von Frank Gerstenberg 26.9.2013
Theater mit Zeitzeugen der Shoah Ein Jahr Holocaust Schüler und Überlebende des Nazi-Regimes proben gemeinsam für ein Bühnenstück. Kann das im Land der Täter funktionieren? Von Frank Gerstenberg 19.5.2013
Berlinale würdigt Lebenswerk Goldener Ehrenbär für Lanzmann Claude Lanzmann erhält den Goldenen Ehrenbären der nächsten Berlinale. Im Mittelpunkt seines Lebenswerks steht „Shoah“, ein bahnbrechender Film. 30.11.2012