Autoren über Antiimperialismus „Hang zu binären Weltbildern“ „Kritisch“ statt „bedingungslos“ müsse Solidarität sein – dafür plädierte die Gruppe Demontage. Wie sieht sie den Hamas-Support einiger Linker von heute? Interview von Christian Jakob 11.10.2024
Mithu Sanyals neuer Roman Welche Perspektive zählt? Mithu Sanyals vielarmiger Roman „Antichristie“ schließt die postkolonialen Debatten unserer Tage mit der Geschichte der Befreiung Indiens kurz. Von Shirin Sojitrawalla 21.9.2024
Helon Habila über die Lage der Literatur „Es gibt eine neue Dringlichkeit“ Der Schriftsteller Helon Habila kuratiert das Internationale Literaturfestival Berlin mit. Er widmet es mehr den sozialen und ökologischen Krisen. Von Julia Hubernagel 5.9.2024
Nigerianische Kunst in Venedig Die zersplitterte Utopie Das krisengebeutelte Nigeria präsentiert sich auf der Kunstbiennale in Venedig selbstbewusst. Welches Bild will das Land von sich vermitteln? Von Maxi Broecking 26.8.2024
Architektur der Tropischen Moderne Mit Style und Widersprüchen Kolonial und postkolonial zugleich: das Victoria & Albert Museum in London widmet sich der Architekturgeschichte des „Tropical Modernism“. Von Luise Mörke 6.8.2024
Politologin über postmigrantisches Leben „Unsere Gesellschaft braucht das“ Innawa Bouba wollte immer weg aus Hannover. Doch sie blieb, lernte die Stadt neu schätzen und engagierte sich für die Aufarbeitung des Kolonialismus. Interview von Benno Schirrmeister 6.8.2024
Essay „After Woke“ von Jens Balzer Jenseits manichäischer Weltbilder Der Autor Jens Balzer möchte die „Wokeness“ vor ihren eigenen Vertreter:innen retten. Ziel ist ein respektvoller Austausch zwischen Menschen. Von Till Schmidt 2.8.2024
Nach der Restitutionsdebatte „Kunstwerke sollen auf die Straße“ Kuratorin Ken Aïcha Sy spricht über radikale Ansätze der Museumsarbeit im Senegal. Sie fordert, dass europäische Sammlungsdepots dafür ihre Hoheit aufgeben. Interview von Anna Helfer 28.7.2024
Roman „Godwin“ über Geschäft mit Fußball Suche nach der „schwarzen Perle“ Joseph O'Neill schreibt in seinem Roman „Godwin“ über die Suche nach einem begabten jungen Fußballspieler und über das postkoloniale Drama. Von Sebastian Moll 29.7.2024
Das Festival Panafricain im Juli 1969 Frei in Algerien Es sollte zum Mekka von Revolution und Panafrikanismus werden. Miriam Makeba und Nina Simone traten auf. Doch die Hoffnungen zerschellten. Von Claus Leggewie 21.7.2024
Ausstellung von Grada Kilomba Ihre Seelen irrlichtern umher Postkolonialer Minimalismus, der nur überwältigen kann: zur Ausstellung „Opera to a Black Venus“ von Grada Kilomba in der Kunsthalle Baden-Baden. Von Carmela Thiele 20.7.2024
Debatte um 7. Oktober Vernunft statt falscher Gewissheit Die Politologin Saba Nur-Cheema und der Historiker Meron Mendel haben in Berlin über den 7. Oktober diskutiert – mit richtigen Argumenten. Von Ulrich Gutmair 17.6.2024
Kinotipp der Woche Kino des Aufbruchs Eine Retrospektive im Sinema Transtopia würdigt das afrodiasporische, antikoloniale Kino von Sarah Maldoror. Mit großem Programm zu Kontext und Werk. Von Fabian Tietke 12.6.2024
Putins Besuch in China Show der Freundschaft Kommentar von Sven Hansen Wladimir Putin und Xi Jinping geben sich in Peking betont brüderlich. Sie wollen ein Gegenmodell zum Westen etablieren. Ihr Kalkül scheint aufzugehen. 17.5.2024
Postkoloniales Theater in Dortmund Zeitschleifen des Patriarchats Am Theater Dortmund ist Sharon Dodua Otoos Roman „Adas Raum“ zu sehen. Das Stück ist der flirrende Spuk einer Gewalt- und Unterdrückungsgeschichte. Von Benjamin Trilling 2.5.2024
UN-Zukunftsgipfel Erfrischungskur für die UN Gastkommentar von Andreas Bummel und Ingo Ritz Der UN-Zukunftsgipfel ist eine Chance. Zugeständnisse an den Globalen Süden sind nötig – etwa durch eine gerechte internationale Finanzarchitektur. 26.4.2024
Kritik an Postkolonialen Theorien Revanchistischer Kulturkampf Essay von Stefan Ouma Kritik an postkolonialen Theorien hat Konjunktur. Sie mäandert zwischen Bauchgefühl und revanchistischer Identitätspolitik. Zeit für eine Verteidigung. 6.4.2024
Postkolonialismus und Shoah-Forschung Wege aus der Dichotomie Seit dem 7. Oktober tobt ein Pingpong der Vorwürfe: „Ihr seid Antisemiten“ versus „Ihr seid Rassisten“. Ein Plädoyer für mehr Differenzierung. Von Urs Lindner 2.4.2024
Buch über Identitätspolitik Zwischen Woke und Wahnsinn Yascha Mounks Buch „Im Zeitalter der Identität“ zeigt, wie noble Überzeugungen in Wahnideen eskalieren können. Von Robert Misik 18.3.2024
„Völkerschauen“ in Hagenbeck's Tierpark 150 Jahre ungesühnt Kommentar von Petra Schellen Am 11. März 1874 begannen die rassistischen „Völkerschauen“ im Hamburger Zoo Hagenbeck. Bis heute verweigert der Tierpark die Aufarbeitung. 11.3.2024