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18.09.2026 , 02:15 Uhr
Ich denke ein öffentlicher und gebührenfinanzierter Rundfunk ist als Gegengewicht zu privaten Angeboten unerlässlich. Nichtsdestotrotz stammt das heutige System noch aus einer Zeit in der es technisch bedingt nur 3 Fernseh- und 4 bis 5 Rundfunkprogramme zu empfangen gab. Diese 5 Radioprogramme sollte man beibehalten da hierdurch die gesamte Spannbreite abgedeckt wird, aber bundesweit ausstrahlen, für regionale Nachrichten einige Lokalredaktionen behalten und den Rest einstampfen. Beim Fernsehen sehe ich immer 3Sat und Arte als gute Beispiele da sie genau das bieten was die privaten nicht leisten. Diese etwas entstauben und im Mix mit hochwertigen Dokumentationen, Berichten und Nachrichten anreichern. Das ganze Neutral, ohne Wertung und Weltanschauung, so dass die Zuschauer wieder zu kritischen reflektierten Bürgern werden können die sich selbst ein Bild machen und eine eigene fundierte Meinung vertreten können.
zum Beitrag17.09.2026 , 21:06 Uhr
Da dies mittlerweile die X-te Diskussion zum Thema ist habe ich es zum Anlass genommen mich auch endlich zu registrieren. Mal ganz abgesehen vom Thema der Finanzierung habe ich, als ich 6 Jahre in Amsterdam gelebt habe, das System am eigenen Leib erfahren. Wie fast jeder dort habe ich mich auf die Warteliste für eine Wohnung im sozialen Sektor gesetzt. Jede Woche konnte man sich auf bis zu 3 Wohnungen bewerben und am Ende wurde das Ergebnis bekannt gegeben. Selbst soziale Härtefälle bekamen mit viel Glück und Wohnungstausch oft erst nach 3-5 Jahren überhaupt einen Besichtigungstermin in den umliegenden Hochhaussiedlungen und sozialen Brennpunkten. Für eine Wohnung im Grachtengürtel, vergleichbar mit dem S-Bahnring, war die Wartezeit mindestens 20 Jahre. Der Grund ist relativ simpel: Wer einmal eine Wohnung hat vererbt sie entweder an die folgende Generation, oder behält sie als Zweitwohnsitz, oder, und das ist der Hauptgrund, vermietet sie zu horrenden Preisen unter und mietet sich dafür eine hochwertige Wohnung oder zieht mit Lebensgefährten zusammen. Exakt das selbe liest man im "der Standard" über die "Wiener Wohnen". Kurzum es funktioniert nur auf dem Papier.
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