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10.07.2026 , 12:36 Uhr
Der PränaTest bzw. der NIPT ist, entgegen der häufigen Annahme, kein diagnostisches Verfahren, sondern ein Screeningtest. Ein auffälliges Ergebnis stellt daher keine gesicherte Diagnose dar. Soll auf Grundlage eines auffälligen NIPT-Ergebnisses über einen Schwangerschaftsabbruch entschieden werden, ist zuvor eine bestätigende diagnostische Untersuchung, in der Regel eine Fruchtwasserpunktion oder Chorionzottenbiopsie, erforderlich.
Gerade bei jüngeren Schwangeren kann ein auffälliges Ergebnis falsch-positiv sein und muss deshalb immer weiter abgeklärt werden.
Außerdem ist Trisomie 21 keine Krankheit, sondern eine genetische Besonderheit beziehungsweise Behinderung. Pränatale Tests schützen nicht vor der Geburt eines Kindes mit einer Behinderung, da sie nur auf bestimmte Chromosomenauffälligkeiten untersuchen können. Der überwiegende Teil aller Behinderungen entsteht während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder erst im Laufe des Lebens.
Behinderungen gehören zum Leben dazu. Wer sich für ein eigenes Kind entscheidet, sollte sich deshalb bewusst machen, dass diese Lebensrealität grundsätzlich zu jeder Schwangerschaft gehören kann.
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