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12.08.2026 , 08:12 Uhr
Im Falle der Bergarbeiter ist das schlichtweg falsch:
"Die von Lesben und Schwulen erwiesene Solidarität mit den Streikenden sicherte der sich formierenden Lesben- und Schwulenbewegung während der folgenden Jahre die politische Unterstützung der mächtigen Bergarbeitergewerkschaft National Union of Mineworkers (NUM). Bergarbeiter führten 1985 in London die Lesbian and Gay Pride Parade an. Im Herbst 1985 wurde mit Unterstützung der Gewerkschaften auf dem Parteitag der Labour Party in Bournemouth ein Antrag durchgesetzt, der die Partei zur Unterstützung der Rechte von Lesben und Schwulen verpflichtete. Im 1988 vergeblich geführten Kampf gegen Section 28 zählten die Bergarbeiter zu den wichtigsten Verbündeten der Lesben- und Schwulenbewegung."
Aus dem Wikipedia-Artikel zu Lesbians and Gays Support the Miners.
Zweitens: Der "Zweck" der queeren Solidarität mit Palästina in Zeiten eines Genozids ist kein "Erkaufen" von einer Solidarität mit der queeren Bewegung. Palästinenser*innen müssen nicht erst mit der Regenbogenflagge schwingen, um es verdient zu haben, nicht mehr von ihren Dörfern vertrieben oder brutal ausgehungert und ermordet zu werden.
zum Beitrag10.08.2026 , 17:16 Uhr
Das, was Hengameh sich wünscht, habe ich vor einem oder zwei Jahren (erinnere mich nicht mehr) auf dem Dyke March erlebt. Die Demo ist durch Kreuzberg und Neukölln mit vielen Palästina-Flaggen und solidarischen Schildern gezogen. Dabei wurden wir von Gruppen von jungen Menschen, meistens Männern, mit vermutlich arabischer/palästinensischer Herkunft angejubelt und haben zusammen Viva Palästina gerufen. Ich weiß nicht, wie diese Menschen sonst zu queeren Rechten stehen, wahrscheinlich nicht alle sonst so positiv. Aber das Gefühl von Solidarität zwischen zwei Gruppen, die Springer-Presse und co am liebesten gegen einander ausspielen würden, hat den Moment zu einer meiner schönsten Erinnerungen gemacht.
Und nein, ein Genozid ist nie berechtigt, auch wenn die Opfer homophob sind.
Ich empfehle allen den tollen Film Pride aus 2014, die die wahre Geschichte von Solidarität zwischen queeren Aktivistis und (nicht immer queerfreundlichen) streikenden walisischen Bergarbeitern darstellt. Diejenigen an der Macht haben (zurecht) Angst davor, was passieren kann, wenn marginaliserte Gruppen sich zusammentun und wir sollen uns von ihnen nie spalten lassen.
zum Beitrag