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19.05.2026 , 14:45 Uhr
Klar gibt es strukturellen Rassismus. Und wenn es struktureller Rassismus ist, jemanden mit dunkler Hautfarbe - auf den ersten Blick - als nicht-deutsch oder Mensch nicht-deutscher Herkunft wahrzunehmen, dann ist vermutlich niemand frei davon. Ich selbstverständlich auch nicht. (Selbst die Autorin des Artikels ist nicht frei davon, wenn sie einen bestimmten Haartyp als "afrikanisch" bezeichnet). Diese Wahrnehmung lässt sich aber weder sozial noch individuell so ohne weiteres abstellen. Wie man mit ihr umgeht, ist eine andere Frage. Aber selbst den Umgang damit zu ändern, ist mühsam und dauert lang. Das ist nicht allein eine Frage des guten Willens. Fakt ist: (Fast) Alles, was deutlich von der Mehrheit abweicht, wird als "anders" wahrgenommen (also "geothert"): Besonders groß oder klein, dick oder dünn, selbst rote Haarfabe kann "Othering" bedingen. Ich setze das nicht gleich mit der Diskriminierung, die dunkelhäutige Menschen erfahren, ich erkläre nur das Muster. Was gegen dieses "Othering" hilft? Ich glaube vor allem: Zeit, viel Zeit. Was erwiesenermaßen nicht hilft: Haufenweise Artikel wie diesen zu veröffentlichen, in denen das Phänomen beklagt aber nicht erklärt wird.
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