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16.03.2026 , 22:43 Uhr
Sehr geehrte Frau Schröder,
mein Herz schlägt für Banksy. Aber der Vergleich mit Elena Ferrante hinkt. Zum Wesen der Street Art gehört, dass Dritte ungefragt in Mitleidenschaft gezogen werden (weil sie sich und ihr Eigentum beschädigt sehen, ungewollte Aufmerksamkeit erfahren oder nur noch ein Loch in ihrer Hauswand vorfinden... ) Der zivil- und strafrechtlichen Verantwortung dafür entzieht Banksy sich mit seiner Anonymität. Street Art eben. Aber vor diesem Hintergrund besteht zweifelsohne ein öffentliches Interesse an seiner Enttarnung. Sich dagegen auf Meinungsfreiheit zu berufen, erscheint mir wohlfeil.
Lassen Sie uns eine andere Sichtweise einnehmen: Banksy hat lange Zeit erfolgreich Katze und Maus gespielt und nunmehr verloren. Eine spannende Frage, wie er damit umgehen wird. Das Interesse am angeblichen Scoop der "Investigativjournalisten" ist jedenfalls erstaunlich gering.
Vielleicht handelt es sich bei der Niederlage doch um einen Sieg. Die Aufmerksamkeit ist Banksy gewiss. Sollte es ihm in Zukunft beispielsweise gelingen, tatsächlich die Verantwortung für seine Kunst zu übernehmen. Einen Grund, sich zu entziehen, wie Elena Ferrante, hat er jedenfalls nicht.
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