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30.03.2026 , 23:47 Uhr
Erstaunlich, wie jeder genau zu wissen glaubt, was "die Iraner" wollen oder nicht wollen. Das besonders angesichts der Tatsache, dass dort immer noch ein Internet-Blackout besteht.
Ob der Krieg im Iran erst mit dem israelisch-amerikanischen Angriff begonnen hat, ist auch eine Frage, die man aufwerfen könnte. Als das Regime im Januar womöglich über 30.000 Menschen unter Einsatz von Maschinengewehren umbrachte, herrschten bereits Zustände dort, die man als Krieg bezeichnen kann. Das Morden setzte sich auch danach, unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, in den Folterkellern des Regimes fort. Und das ist ein Krieg, der auch weitergehen wird, wenn die USA und Israel ihre Angriffe einstellen sollten. Insofern erscheinen die vielen mantraartigen Warnungen vor einer Destabilisierung der Region ziemlich deplatziert, denn stabil ist dort schon lange nichts mehr. Dass die USA und Israel mit ihren Angriffen keineswegs das Wohl der iranischen Bevölkerung im Sinn haben und einen Regimewechsel im Übrigen auch nicht mehr als offizielles Kriegsziel ausgeben, steht auf einem anderen Blatt.
zum Beitrag22.03.2026 , 22:08 Uhr
In der Konferenz von Casablanca im Januar 1943 wurde die bedingungslose Kapitulation Hitlerdeutschlands von den Alliierten zum offiziellen Kriegsziel erklärt. Spätestens ab da kann man sehr wohl von einem Regime-Change-Krieg sprechen.
zum Beitrag21.03.2026 , 19:52 Uhr
Und Sie glauben, dass keine seiner Aussagen hinterfragt werden darf?
In den 70er Jahren gab es allgemein eine Tendenz unter iranischen Linken, die Idee des Antiimperialismus über alles zu stellen und die Gefahren zu ignorieren, die von religiösem Fanatismus ausgingen. Man hat das Gefühl, dass nicht alle umfänglich die historischen Lehren aus dieser Fehleinschätzung gezogen haben.
Im Übrigen treten bei dem Thema viele Menschen mit Fachwissen und persönlichem Bezug zu den Ereignissen im Iran auf, vertreten aber sehr unterschiedliche Einschätzungen und Standpunkte. Das ist Teil einer offenen Debatte, dass alle Meinungen diskutiert und hinterfragt werden können.
zum Beitrag20.03.2026 , 15:06 Uhr
Der Kommentar enthält mehrere Aussagen, die man so nicht stehen lassen kann. Bahman Nirumand behauptet: "Die Verhandlungen machten Fortschritte, die Erfolgsaussichten waren nicht gering."
Fakt ist, dass Donald Trump selbst immer wieder großes Interesse an einem Deal mit dem iranischen Regime bekundet hat. Sein isolationistischer Vize JD Vance hat ihn massiv dazu gedrängt und hatte wohl auch wochenlang Trumps Ohr. Ähnliche Ratschläge bekam Trump von den Golfstaaten und Recep Tayyip Erdoğan, der neben Netanjahu als Trumps anderer Best Buddy gilt. Dass es mit den Verhandlungen am Ende doch nicht geklappt hat, liegt v.a. am iranischen Regime, dass auf eine Verzögerungs- und Hinhaltetaktik gesetzt hat. Der starrsinnige Greis Chamenei hat außenpolitisch letztlich genauso inflexibel agiert wie innenpolitisch.
Im Übrigen malt Nirumand für den Fall eines Regimesturzes jedes mögliche Horrorszenario an die Wand bis hin zu "säkularer Militärdiktatur" . Die islamistische Ideologie gehört aber zum Markenkern der Basidschi, die weit mehr Mitglieder haben als die übrige Revolutionsgarde. Eine "säkulare" Militärdiktatur, wie sie Nirumand befürchtet, wäre da sowieso kaum denkbar.
zum Beitrag20.03.2026 , 14:45 Uhr
Nun ist der deutsche Fall aber gerade ein Beispiel für einen erfolgreich abgeschlossenen Regime-Change-Krieg. Er zeigt halt nur, dass die Kosten dafür sehr hoch sind.
zum Beitrag13.03.2026 , 20:06 Uhr
Ganz so einfach, wie Herr Bax es darstellt, ist es nun auch wieder nicht. Der ermordete evangelikale MAGA-Eiferer Charlie Kirk galt etwa als erklärter Gegner von Angriffen auf den Iran und Regime-Change-Kriegen. Kirks Positionen werden jetzt auch wieder von den Isolationisten in der MAGA-Bewegung aufgegriffen.
www.politico.com/n...ange-maga-00795774
Damit positionieren sie sich übrigens ähnlich wie die AfD-Führung in Deutschland, die Trumps Angriff auf den Iran ablehnt und kritisiert.
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