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11.01.2026 , 14:55 Uhr
Ich antworte hier auf beide Kommentare. Die Problematik ist doch uralt: Ich kann alles Wissen missbrauchen. Wenn ich mein berufliches Fachwissen der Vulkangruppe vermitteln würde, könnten zukünftige Angriffe auf die kritische Infrastruktur noch eine andere Qualität aufweisen. Ich sehe aber einen Unterschied, ob ich ein Umspannwerk lokalisiere oder der Verlauf der Infrastruktur über eine Karte nachvollziehen kann. Ein Umspannwerk lahmzulegen hätte in Steglitz-Zehlendorf andere Auswirkungen gehabt als der gezielte Angriff an genau dieser einen Stelle. Übrigens, am 08.10.22 wurde durch einen gezielten Anschlag das GSM-R-Funknetz im Norden Deutschlands ausgeschaltet. Stundenlang fuhr in dem betroffenen Bereich kein Zug. Dieser Anschlag führten Insider aus. Ob nun frustrierte Bahner selbst oder andere Akteure, die diese Informationen hatten. Wenn ich gezielt zwei Kabel durchtrenne, die 500 km Luftlinie voneinander entfernt liegen, dann geht das nur durch Insiderwissen, das nicht öffentlich verfügbar war. Und daher bin ich der Meinung, dass eine solche Transparenz für die kritische Infrastruktur fehl am Platz ist. Es geht mir darum, Anschläge zu erschweren.
zum Beitrag10.01.2026 , 14:22 Uhr
Die Beteuerungen dieser Täter, sie hätten den Stromausfall so nicht gewollt, kann man getrost als Relativierung ansehen. Ein Blick auf die Webseite Openinframap verdeutlicht das( Link openinframap.org/#...52.43147/13.28676): Die 110kV-Leitung ist eine Ringleitung, die an der Kabelbrücke beginnt und endet. Es gibt keine andere Leitung, die die Umspannwerke des betroffenen Gebiets hätte alternativ versorgen können. Das wussten die Täter genau, alles andere ist Märchenstunde. Obwohl ich bin ein großer Fan solcher Projekte wie Openstreetmap bin, hat diese Transparenz bei kritischer Infrastruktur nichts zu suchen. Die/der Normalbürgerin/Normalbürger müssen nicht wissen, wo Leitungen dieser Art verlegt sind. Bei Freileitungen kann ich bei der Sichtbarkeit nichts ändern, bei unterirdischer Infrastruktur sehr wohl.
zum Beitrag07.01.2026 , 07:06 Uhr
Aber eine Alarmsicherung des Objekts. Die Kabelbrücke ist doch an der neuralgischen Stelle eingehaust. Wo liegt das Problem, hier eine Alarmanlage zu installieren, die bei Einbruch einen stillen Alarm in ein Überwachungszentrum von Stromnetz schickt und die interne Videokamera zu Beweissicherung aktiviert? Angenommen, ich will meiner Ex eins auswischen und ihre Reifen zerstechen. Ich weiß, dass die Straße kameraüberwacht ist. Bei der Schnelligkeit der Tatausführung inklusive Vermummung nützen der Polizei die Videoaufnahmen nichts. Beim Anschlag auf das Stromnetz brauchten die Täter Zeit. Ein 10 cm starkes Kabel mit 110 KV trenne ich nicht in einer Minute mit einem Bolzenschneider durch. Sie haben zusätzlich noch Stahlstangen drapiert, um einen Kurzschluss auszulösen. Meine These ist, dass die Zeit ausreicht, die Täter dingfest zu machen, bevor sie den Brandsatz zünden können. Diese Art der Absicherung ist auch nicht gegenüber der Öffentlichkeit übergriffig, da keine permanente Videoüberwachung erfolgt.
zum Beitrag07.01.2026 , 06:52 Uhr
Nun hat sich die "Vulkangruppe" erneut gemeldet und die Spekulation darauf, dass hinter dem Anschlag ausländische Akteure stecken, zurückgewiesen. Es kratzt ja auch ein bissel am Ego, wenn die eigene Tat relativiert wird.
zum Beitrag