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23.12.2025 , 14:07 Uhr
Wer ernsthaft hinschaut, sieht strukturelle Machtasymmetrien, fehlende fachliche Kompetenz und eine Justiz, die vielfach Autoritätssicherung über Kindeswohl stellt. Genau darauf weisen die genannten Experten seit Jahren hin – aber statt hinzusehen, wird lieber in alte Rollenklischees geflüchtet. Vielleicht wäre es sinnvoll, bevor man Gerichte verteidigt und Mütter pauschal diffamiert, sich mit dieser Kritik auseinanderzusetzen – und nicht diejenigen zu verhöhnen, die auf reale Missstände aufmerksam machen.
zum Beitrag23.12.2025 , 14:04 Uhr
Es ist bemerkenswert, wie hier reflexhaft mit der Mär von der „bevorzugten Mutter“ gearbeitet wird – obwohl sich in den letzten Jahren genau das Gegenteil gezeigt hat. Namhafte familienrechtliche Experten wie Prof. Dr. Rainer Salgo (OLG Frankfurt), Dr. phil. Oliver R. Hammer, aber auch andere Fachleute aus Justiz, Wissenschaft und Praxis haben die zunehmende institutionelle Gewalt in Familiengerichten längst klar benannt: Mütter werden systematisch delegitimiert, psychologisiert, pathologisiert – während gerichtliche Verfahren häufig Macht- und Kontrollinstrumente gegen sie werden, statt Schutzräume für Kinder zu schaffen. Gerade in hochstrittigen Verfahren lässt sich beobachten, dass Gerichte nicht „zu vorsichtig“ zugunsten von Müttern entscheiden, sondern dass strafende, disziplinierende Strukturen gegenüber Müttern dominieren: Mütter, die auf Kindeswohl verweisen, werden als „umgangsvereitelnd“ diffamiert Kindeswille wird selektiv anerkannt – nämlich nur, wenn er in die gerichtliche Erwartung passt Kontrolle statt Unterstützung, Sanktion statt Schutz.Dass hier so getan wird, als ob Gerichte „weich“ gegenüber Müttern wären, ist nicht nur realitätsfern, sondern gefährlich.
zum Beitrag22.12.2025 , 20:24 Uhr
Es ist unfassbar, dass hier so viele Männer ganz locker erklären, diese Haft sei „gerechtfertigt“ oder „notwendig“. Eine Mutter sitzt über Weihnachten im Gefängnis – nicht wegen einer Straftat, sondern als Druckmittel. Und statt Empathie, statt kritischer Fragen, statt Sensibilität für Machtmissbrauch gibt es hier überwiegend männliches Schulterzucken. Wenn Frauen im Familienrecht ohne Verhandlung eingesperrt werden können, während gleichzeitig so viele Fälle von Gewalt gegen Frauen folgenlos bleiben, zeigt das vor allem, wessen Realität in dieser Justiz zählt – und wessen nicht.
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