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11.11.2025 , 05:02 Uhr
Selten so viel pseudotechnischen Unsinn gelesen. Lastfolgebetrieb bedeutet heute von 0 bis 100%, mehrmals am Tag. Das können alle mit Wechselrichter angebundenen Anlagen, also Wind, Solar und Batteriegroßspeicher, extrem gut. Gasturbinen sind die zweitbeste Lösung. Atomkraftwerke sind dafür weder ausgelegt noch ist es wirtschaftlich machbar ein AKW im Lastfolgebetrieb zu fahren. Weder die aktuellen EPR, AP 1000 or APR 1400 noch die bestehenden Anlagen sind für größere Lastwechsel designed, das sind alles Grundlastkraftwerke keine flexiblen Lastfolgekraftwerke!
zum Beitrag07.11.2025 , 09:04 Uhr
Milliarden aus dem Klimaschutzfond, von uns allen, um Gasheizungen und die Gaskonzerne zu subventionieren ist pervers. Das geplante CCS Gesetz ist auch nichts anderes als die Vorbereitung von Milliardensubventionen. Northern Lights in Norwegen, wie auch alle anderen CCS Projekte weltweit, werden massiv subventioniert. Die Aussicht, dass CCS für Gaskraftwerke jemals ohne Subventionen funktionieren könnte besteht nicht, dafür ist der Abstand zu den regenerativen Energien bei weitem zu groß, dass sogar ohne CCS mit erst recht.
zum Beitrag22.10.2025 , 13:44 Uhr
Es gibt Alternativen zu Reiche's teurem und hochsubventionierten, zentralen Kapazitätsmarkt, der nur auf Gasturbinen setzt und Deutschland weiterhin in Abhängigkeit hält. Z.B. BESS: die Investoren stehen Schlange bei den Übertragungsnetzbetreibern, dürfen aber nicht bauen obwohl die keine Subventionen wollen und brauchen. Zuletzt 500 GW Antragsstau. Lastmanagement: Die mit großem Abstand kostengünstigste Variante, aber begrenzt. Da gibt es außerdem noch ein weites Feld an unerschlossenen Flexibilisierungsstrategien. Bestands Biogas: Wird derzeit nicht als Reserve genutzt, könnte aber entsprechend umgerüstet werden. Ähnlich teuer wie Reiches Pläne, aber immerhin lokal erzeugt und eh schon da. Bestand Wasserkraft: Begrenzt sind noch Flexibilisierung in der Fahrweise möglich. Grüner Wasserstoff: Abwarten. Nicht konkurrenzfähig mit Erdgas. Allerdings bei dem, was Reiches Pläne kosten sollen macht Wasserstoff auch nichts mehr aus.
zum Beitrag22.10.2025 , 13:29 Uhr
Bei Reiches Konzept geht es um einen zentralen organisierten Kapazitätsmarkt mit planwirtschaftlichen Vorgaben und um Subventionen für eine einzige vorab festgelegte Technik, der Gasturbine. Subventioniert wird einmal, um die Kraftwerke zu bauen und danach dauerhaft damit die Kapazität vorgehalten wird. Das Geld dafür kommt aus den Steuersäckel um wird in weitaus größerem Umfang auf alle Stromkunden dauerhaft umgelegt. Die Rede ist von 2 Cent je kWh, für immer. Ein sehr gutes Geschäft für RWE und E.on, Reiches vorherigen Arbeitgeber. Dem normalen Stromkunden wird so ein dreistelliger Milliardenbetrag abgezwungen. Im Gegensatz zu Reiches Konzept steht das marktwirtschaftliche Konzept, ohne Subventionen, ohne Fixierung auf eine einzige Technik und dezentral bei allen Marktteilnehmern aufgestellt mit konkreten gesetzlichen Vorgaben zur Erfüllungsverpflichtung an die Unternehmen. Meiner Meinung nach will Reiche hier ein gutes Geschäft für E.on sichern und möchte kleinere Konkurrenten außen vor halten. Ist, nach dem was sie bei der VKU geleistet hat, alles andere als abwegig.
zum Beitrag20.10.2025 , 06:30 Uhr
Die durchschnittliche kleine Tesla Batterie hat 15 Module mit je 444 Zellen. Da macht es schon Sinn den Fehler zu suchen und zu reparieren anstelle des kompletten Austausches. Meist ist es nicht einmal eine Zelle, sondern die BMS-Platine, ein kleines Ventil, ein Stecker, Kühlerprobleme, etc. also alles kleine, billige Teile, für die ein Kompletttausch die pure Verschwendung ist. Einzelne Zellen austauschen ist schwieriger, aber solange Innenwiederstand, Rest-Kapazität, Spannung und SOC bestimmt werden und dann Zellen mit den gleichen Werten verwendet werden ist alles ok. Da muss auf alte Batterien im Lager zurückgegriffen werden, Ausschlachtmaterial und Recycling vom Feinsten aber bei den Akkus im EV absolut sinnvoll.
zum Beitrag20.10.2025 , 05:53 Uhr
Der Elektriker ist aber genau der richtige für den Job. Der kriegt nicht gleich die Flatter, wenn die Spannung mal mehr als 12 V ist und weiß mit 800 V umzugehen, anders als ein Mechaniker. Kosten sind dadurch auch nicht höher. Es sollte halt immer der mit den passenden Qualifikationen ran. Zertifizierung ist gut, der richtige Mix an qualifiziertem Personal ist besser. Bei 800 V Systemen im KFZ höre ich den Blödsinn von "sei ja alles so gefährlich und schwierig" bei Batterieheimspeichern und solar Photovoltaik hingegen wollen alle alles selbst bauen, da sind es nicht 800 V, sondern bis zu 1500 V. Die allgemeine Wahrnehmung ist schon ein wenig Schizophren.
zum Beitrag09.10.2025 , 07:08 Uhr
Sehe ich genauso. Reiche war und bleibt eine Lobbyistin der Gaswirtschaft.
zum Beitrag09.10.2025 , 06:45 Uhr
Das eine (Gasturbinen) schließt das andere (flexible Lasten, BESS) nicht aus. Im Gegenteil, beides ist notwendig. Gasturbinen sind als Kapazitätsreserve für lange sonnen- und windschwache Perioden notwendig. Kosten aber auch massiv und werden nur mit hohen Subventionen für Bau und Bereitschaft und entsprechenden regulatorischen/gesetzlichen Anpassungen gebaut werden. Da muss mit Augenmaß zugebaut werden und nicht nach Lobbywunsch, ansonsten wird das extrem teuer für Steuerzahler und Stromkunden. Die Berechnungen variieren, je nach Interessensgruppe, sicher ist: es geht um einen dreistelligen Milliardenbetrag. BESS (Batteriespeichersysteme) sind für die kurzfristige Zwischenspeicherung gedacht, i.d.R. wenige Stunden, bis wenige Tage und als Regelreserve für den Netzbetrieb. Für einige dieser notwendigen Aufgaben sind Gasturbinen gar nicht, für andere nur schlecht geeignet. Bei den Übertragungsnetzbetreibern stehen derzeit Investoren mit 500 GW Leistung in der Warteschlange und möchten Ihre Großbatterien ans Übertragungsnetz anschließen, ganz ohne Subventionen.
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