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07.05.2026 , 23:07 Uhr
Ich bin auch der Meinung, dass es zur Menschenwürde gehört, nicht nur über sein Leben, sondern auch über seinen Tod entscheiden zu können.
Wobei ich als absolut notwendig erachte, erst alles zu versuchen, für so einen Menschen eine Verbesserung herbeizuführen. Es gibt ja beispielsweise auch psychische Erkrankungen, bei denen dem Erkrankten alles ausweglos erscheint und sie nur eine Erlösung von ihren Qualen im Tod glauben finden zu können. Und viele finden dank entsprechender Hilfe doch einen Weg in ein für sie lebenswertes Leben.
Mich erinnert das Thema immer an Chantal Sébire, der trotz schrecklichen Leidens mit unerträglichen Schmerzen aufgrund einer Krebserkrankung im Gesicht Sterbenshilfe verweigert wurde, obwohl sie diese Hilfe in Frankreich eingeklagt hatte. Sie ist dann selbst aus dem Leben gegangen. Das ganze hat für großen Aufruhr gesorgt, aber dadurch wurde das Thema auch in vielen Ländern diskutiert.
zum Beitrag07.05.2026 , 22:56 Uhr
Entschuldigung, ich möchte keinesfalls unhöflich sein, aber es dürfte doch sonnenklar sein, dass niemand - auch nicht in Belgien - durch Mitwirken eines Arztes Sterbehilfe bekommt, weil er glaubt, anderen auf der Tasche zu liegen oder eine Last zu sein.
Bei der Sterbehilfe hier in Belgien geht es ausschließlich um Schwerstkranke die extrem leiden. Sie werden über eine lange Zeit von Fachleuten begleitet, bevor es überhaupt zu diesem letzten Schritt kommen kann. Das wurde in obigem Artikel mehr als deutlich beschrieben.
Es ist auf jeden Fall immer gut, solche schwerwiegenden Dinge äußerst kritisch zu betrachten. Jedoch die Annahme, dass Ärzte und der Gesetzgeber in Belgien (und der EU) damit Menschen "helfen" würden, sich aus dem Staub zu machen, weil die Lebenslage unbequem oder unangenehm scheint, ist wirklich absurd.
zum Beitrag26.05.2016 , 14:13 Uhr
hallo liebe taz-leser,
ich lebe in antwerpen, mit einem atomkraftwerk in ca. 15 km entfernung (doel).
vor kurzem hat auch die belgische regierung via zeitung auf die gratis-ausgabe von jodtabletten hingewiesen.
für uns ist der hinweis des beipackzettels, die tabletten kurz vor der bestrahlung einzunehmen, ein bitterer witz.
ich bin jetzt 50 und hoffe es noch in meinem leben in der zeitung zu lesen: alle atomkraftwerke abgeschaltet!
es gibt so viel wind und sonne - was soll das? die antwort kann natürlich nur eine sein: der schnöde mammon ist der grund ... geld scheint halt immer noch mehr wert zu sein, als die gesundheit der bevölkerung.
herzlichst -
zum Beitrag