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17.03.2026 , 09:04 Uhr
Weiter so und es werden alle Dämme der Vernunft und des Rechts brechen. Die zivilen Opfer sind längst kein Hindernis mehr, den Krieg nach Lust und Laune (Trump) auszuweiten. Er wird nicht zum demokratischen Umsturz in Iran führen. Er wird dort bei den Menschen die Freude über die Decapitation in Verbitterung, Erniedrigung, Erschrecken und Hilflosigkeit verwandeln. Wir werden mit angeschossenen religiösen Apokalyptikern und Söldnern, die durch die Straßen Irans patrouillieren und nichts und alles zu verlieren haben, alleine gelassen. Ich schaue nicht auf die Totenstatistik, ich war als Iraner entsetzt und beschämt bei dem Anschlag in Buenos Aires, wo ich mal kurz gelebt habe und ich kann den Tod von so vielen Schulmädchen und Lehrerinnen in Minab nicht fassen. Es werden weitere Tote folgen. Dieser Krieg, der auch in Israel und in den USA die Demokratie längst in Gefahr gebracht hat, stößt so nebenbei auch die Tür für einen neue und zynischen Kulturkampf auf.
zum Beitrag01.03.2026 , 08:45 Uhr
Guter Text, viel Neues und Unbekanntes. Es fehlt tatsächlich eine intensive Ideologiekritik, mit dem Ziel, herauszufinden, worin für eine bestimmte Linke die Anziehungskraft im Islamismus liegt. Oder noch konkreter, worin für beide, für Linke und für Islamisten, potentielle Gemeinsamkeiten im politischen Islam liegen. Mythische Narrative über "Gleichheit" und "Gerechtigkeit" aber auch unterkomplexe und einfache Vorstellungen von einer "Kommune" ("Der Kommunismus ist einfach..."- Brecht) spielen sicher eine Rolle. Jeder Moslem preist den Islam als sehr "einfach". Der Punkt ist: das autoritäre Denken kommt (wie eigentlich wir alle) mit der Komplexität der Moderne nicht zurecht. Es neigt daher zur gewaltsamen Eliminierung der Probleme und damit der Menschen. Marx hatte das scheinbar im Kern gesehen (Gläubige versus Ungläubige) aber seine Einsicht nicht auf die eigenen Konstruktionen (Proletariat versus Bourgeoisie - Basis-Überbau)- bezogen. Die ideelle und praktische Kollaboration eines Teils der Linken an Menschenrechtsverbrechen (ihre verschleierte Solidarität mit Putin, Khamenei, Maduro und Konsorten, worin der Antisemitismus eingepreist ist) muss schärfer kritisiert werden.
zum Beitrag07.07.2024 , 15:52 Uhr
Aus dem engen Trichter in den uns die Spätmoderne mit seinen durchökonomisierten Gesellschaften geführt hat, ist schwer herauszukommen. Das und die daraus resultierenden Gefühle der Machtlosigkeit, Abgehängtheit und Frustration benennt sie treffend. Das Problem ist: Die Ursachen sind komplex oder besser zu komplex. Sie sind weder personalisierbar, wie Rechtsextreme es gerne für ihre Endlösung hätten , noch durch radikalen Systemwechsel und lösbar . Es kommt eben nicht "zuerst das Fressen dann die Moral". Denn oft muss man vorher schon und danach noch kotzen.
zum Beitrag27.03.2016 , 16:42 Uhr
Dieser Satz von Clausewitz, den ich schon im Orkus mittelmäßiger Sprüche versinken sah, ist wieder da. Der Militärstratege wollte tatsächlich den Krieg in eine reaktionäre und militante Lesart von Politik integrieren.
Dieser Spruch hat mich schon immer ziemlich konsterniert und man könnte seine so banale wie dämliche Aussage einfach übergehen, ginge es nicht um so wichtige Fragen wie der Ablehnung oder Befürwortung des bewaffneten Kampfes - gegen wen auch immer- oder um die Frage der Verteidigung der Zivilgesellschaft als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.
Daher nützt auch die etwas dilettantische Geschichte des ideologisch oder religiös motivierten Terrorismus´ nichts.
Schlagwörter wie "Islamofaschismus" sind Sprüche ohne Substanz und haben soviel Aussagekraft wie "Sauerkrauteis".
Sie zeigen im besten Falle Hilflosigkeit, Ahnungslosigkeit oder wie in diesem Falle, eine Mischung aus beiden mit Angst.
Mein Vorschlag an den Verfasser und anderen Interessierten: Lesen Sie über eine gewisse Sekte der "Assassinen" im persischen Mittelalter. Es war eine Schreckensherrschaft, der uns das Wort "Assassin" überliefert hat. Irgendwann war auch dieser Spuk vorbei - mit und ohne Krieg (Diesmal durch die einfallenden Horden Dschingis Khans).
Wir sollten in Fällen von politisch oder rassisch oder religiös motivierten Kriegen, Morden und Attentaten immer die Frage stellen, wie wir sie bekämpfen können, ohne selbst zu Mördern zu werden - und das werden wir definitiv, wenn wir militärisch eingreifen.
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