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11.06.2026 , 13:46 Uhr
Naja. Ich glaube, mit dem letzten Absatz liegt der Autor nicht ganz falsch. Mit der Argumentation vorher macht er sich jedenfalls einen schlanken Fuß.
Es ist eine Sache, eine Großveranstaltung in einem Land zu unterstützen, das keine 'perfekte' liberale Demokratie mit funktionsfähigem Rechtsstaat ist. Eine andere Sache ist es, wenn diese Veranstaltung in einem Land stattfindet, dessen Führung es aktiv und zielstrebig weg von diesen Errungenschaften führt und dieses Ereignis dafür nutzt.
Im einen Fall würde ich Ihre Argumentation (teilweise) gelten lassen. Im anderen aber unterstützt man einen versuchten Diktator dabei, Demokratie und Rechtsstaat zu Klump zu schlagen.
Abgesehen davon haben die europäischen Länder doch trotz allem gerade gegenüber den USA einen gewissen Hebel: sie stellen die erfolgreichsten Teams, sind die engsten Verbündeten und sind die größte Zielgruppe für Werbung. Der amerikanischen Bevölkerung könnte ein Boykott gerade bei diesem Ereignis also schon deutlich zeigen, dass Trumps Politik ihnen schadet. Und anderen Ländern könnte man zeigen, dass man auch da kritisch ist, wo es wehtut. Zu beobachten ist aber das Gegenteil.
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