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04.06.2026 , 16:52 Uhr
Herr Knödler hat in allem recht. Das Problem: Eine Auseinandersetzung mit den Aussagen und Argumenten findet auf politischer Seite praktisch nicht statt, s. etwa die erwähnte Stellungnahme des Bundesrechnungshofes und die ausbleibende Resonanz. Eine Ergänzung zur Nutzen-Kosten-Analyse: Aus drei Hauptgründen geht sie an der Realität und den Erfordernissen vorbei: Die wirklichen ökologischen Schäden lassen sich monetär nicht berechnen und erscheinen deshalb nicht bei den Kosten. Die Beschleunigung des (Straßen-) Verkehrs wird für den Zeitpunkt der Fertigstellung berechnet. Nach vier Jahren bleibt aber (durch Verkehrsverlagerung und induzierten Verkehr) in der Regel weniger als die Hälfte davon übrig. Die Verhinderung eines Tempolimits sichert allen, die am Straßenbau verdienen, einen erheblichen (rechnerischen) Zeitvorteil, auf den sie verweisen können und damit eine scheinwissenschaftliche Begründung für ihre Interessen. Reinhard Forst
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