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20.11.2025 , 15:05 Uhr
Ihr erklärtes Ziel ist es, die AfD niemals auch nur „in die Nähe der Macht zu lassen“. Das ist für mich als SPD-Mitglied ohne weiteres nachvollziehbar. Das Problem ist nur, dass dieses Vorhaben, wie Sie zurecht schreiben, dann erst recht dazu führen wird, dass diese Partei „ihre Politik nicht unter Beweis stellen“ und „keine Verantwortung übernehmen“ muss: „Sie kann fordern, kritisieren und hetzen und die anderen Parteien vor sich hertreiben“ – bis sie eines Tages damit vielleicht sogar die Stimmenmehrheit erlangt. In der NZZ las ich neulich, die „Brandmauer“ sei bloß eine Erfindung der Linken, um Parteien wie die CDU zu Koalitionen mit ihnen nötigen zu können. Damit aber sei das normale Procedere der Demokratien, großmäulige Wahlversprechen der Opposition zu entlarven, indem auch sie Regierungsverantwortung übernehmen muss, für die AfD ausgeschlossen, und sie kann weiter die Illusion pflegen, mit ihr würde alles anders werden. Alle Linken wiederum dürfen weiter davon träumen, wenn sie, die „Guten“ erst einmal an der Macht wären, würde mit Ihnen alles besser werden. So überschätzen beide die Möglichkeiten, politisch etwas zu verändern.
zum Beitrag20.11.2025 , 14:58 Uhr
ich habe mir Ihren Artikel „Wie man die Brandmauer schleift“ mehrmals durchgelesen und stimme Ihrer Analyse zu, dass eine von der AfD tolerierte CDU-Minderheitsregierung nur der AfD nützen würde, weil sie auch hier keine wirkliche Verantwortung übernehmen müsste. Es ist auch zutreffend, dass Notkoalitionen aller anderen Parteien (bis hin zum BSW in Brandenburg und in Thüringen sogar nur mit nur Duldung der Linken) ihre jeweiligen Profile bis zur Unkenntlichkeit abschleifen würden. Zugleich bewerten Sie die von der CDU geführten Debatten über Migrationsprobleme als „rhetorische Annäherung“ an rechte Parolen – und nicht als das offene Aufgreifen realer Ängste und Sorgen der Bevölkerung. „Inhaltlich“ sei man daher „nach rechts und damit näher an die AfD gerückt“. Als ehemaliger Duisburger frage ich mich, ob Ihr Urteil auch auf den SPD-Oberbürgermeister Sören Link zuträfe, der damit kürzlich einen glänzenden Wahlsieg erreichte – obwohl er von Parteilinken genau dafür kritisiert wurde. Ihr erklärtes Ziel ist es, die AfD niemals auch nur „in die Nähe der Macht zu lassen“. Das ist für mich als SPD-Mitglied ohne weiteres nachvollziehbar. Das Problem ist nur, dass dieses Vorhaben, wie Sie
zum Beitrag08.07.2022 , 10:45 Uhr
Aus dem Beitrag geht klar hervor, dass der Anlass der kritisierten Maßnahmen der Schule nicht das Engagement der Schülerinnen gegen Rassismus war, sondern die Tatsache, dass ein schulinternes Gespräch ohne Wissen oder Einwilligung der Beteiligten live auf Instagram gestreamt wurde. Allein diese Missachtung persönlicher Rechte und die bewusste Verletzung des nicht ohne Grund zu schützenden pädagogischen Bereichs rechtfertigen aus meiner Sicht als Lehrer die getroffenen Maßnahmen. Und seit Michael Kohlhaas sollte bekannt sein, dass noch so edle Ziele nicht mit allen möglichen Mitteln durchgesetzt werden dürfen. Was nun den konkreten Anlass betrifft: das Wort, dessen Name heute nicht genannt werden darf, „ist“ keinesfalls immer schon rassistisch und auch nicht erst seit der Kolonialzeit bekannt. Bis zur Jahrtausendwende galt es überall als korrekte Bezeichnung – so auch in der deutschen Wiedergabe des von Martin Luther King selbst gebrauchten „negro“. Wird es jetzt im guten Glauben mit „Schwarzer“ übersetzt, unterschlägt man einiges an historischem Kontextwissen: denn erst ab 1969 wurde es gegen viel Widerstand von „black“ als stolz-provokatorische Eigenbezeichnung abgelöst. Die vielen empörten Professor*innen aber bitte ich im Namen wissenschaftlicher Wahrheit zu prüfen, ob ihr Engagement in dieser Angelegenheit tatsächlich „emanzipatorisch“ war – oder nicht vielleicht doch eher dem denunziatorischen Mainstream-Geist von Heinrich Manns „Der Untertan“ folgte. Herrn Ortmeyer z.B. verhalf das Anschwärzen anderer Meinungen zu einiger Prominenz.
zum Beitrag01.11.2017 , 10:14 Uhr
"Ich kenne einige Salate, die dazu eine ganz eigene Meinung haben" (Douglas Adams, Das Restaurant am Ende des Universums). Vielleicht gewöhnen wir uns ja mal an die Einsicht von Whitehead, dass "alle Systeme etwas Räuberisches" haben - auch (und gerade) jene Veganer, die sich für etwas Besseres halten. Nachdem uns das 18. Jahrhundert mit der Einsicht beglückte, dass Onanie Massenmord ist, kann man heute offenbar nicht einmal einen Joghurt ohne Gewissensbisse essen. Vielleicht sollte man das Leben endgültig abschaffen: es macht nichts als Ärger und endet stets tödlich.
zum Beitrag04.11.2014 , 10:58 Uhr
Die Karikatur stellt nicht den Ministerpräsidenten dar (u.a., weil er es zu diesem Zeitpunkt gar nicht war) sondern eine Szene, in der jemand auf einer von einem Türken bewirtschafteten Almhütte "Brotzeit scharf" bestellt hat und rechts im Bild ein in der Tat grimmig dreinschauender Hund zu sehen ist, auf dessen Hütte "Erdogan" steht. Erkennbares Thema der Karikatur ist die Veränderung unserer Lebenswelt durch Immigration: die Brotzeit scheint ziemlich scharf zu sein und der Wirt spricht ein bayrisch-türkisches Sprachgemisch "Himmiherrgottsakramentwaskuckstdu?". Jeder, der dieses Bild unvoreingenommen sieht, würde ihm als "Botschaft" allenfalls entnehmen, dass unser Leben sich geändert hat (gerade im Gaststättenbereich) und man sich an ungewohntes Essen und andere Besonderheiten halt gewöhnen muss - u.a. auch die Vorliebe vieler Türken für einen Politiker wie Erdogan. Abgesehen davon, dass ich viele Türken kenne, die weit weniger harmlose Dinge über diesen Mann zu sagen wüssten, halte ich es für eine absolute Desinformation der LeserInnen, diese Meldung ungeprüft so weiterzugeben. Sicher lebt Journalismus von der Erzeugung ständiger Aufgeregtheit: Doch wer das "umstrittene" Bild nicht kennt, ist danach dümmer als zuvor. Und dafür zahle ich eigentlich keine taz.
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