stimmen zu vattenfall

„Gegner in die Knie gezwungen“

Die Deutsche Umwelthilfe hält Vattenfalls Pläne für einen „großen Schritt in Richtung Klimaschutz“, auch der Bund für Umwelt und Naturschutz findet das Konzept „durchaus ambitioniert“. Die Bürgerinitiative gegen die Kohlekraftwerkspläne spricht von dem „Beweis, dass mit Engagement und Hartnäckigkeit auch ein großer Gegner in die Knie gezwungen werden kann“. Für das Forum Umwelt und Entwicklung ist die Entscheidung „eine Ermutigung für alle anderen Bürgerinitiativen an den weiteren Kohlekraftwerksstandorten in Deutschland“.

Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Franziska Eichstädt-Bohlig feierte den „ungeheuren Erfolg“. Nach Ansicht des Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Berliner CDU, Frank Henkel, sei Vattenfall „seiner ökologischen Verantwortung als größter Energieversorger der Stadt gerecht geworden“.

Sowohl der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) als auch der Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) begrüßten Vattenfalls neue Pläne. Wowereit (SPD) sprach von einem „Einschwenken auf einen vernünftigen energiepolitischen Kurs“. Damit werde „energie- und umweltpolitisch jetzt ein guter Weg eingeschlagen“. Wolf sagte: „Wie von mir schon immer gefordert, setzt das Unternehmen jetzt auf dezentrale Lösungen und regenerative Energien.“ Bisher hatten Wowereit und Wolf sich freilich noch nie so eindeutig ablehnend in der Öffentlichkeit zu Vattenfalls Kohleplänen geäußert. Im Juni vergangenen Jahres hatten beide zusammen mit ihren Fraktionen noch im Abgeordnetenhaus einen Antrag der drei Oppositionsfraktionen gegen neue Kohlekraftwerke abgelehnt. HEI