KURZKRITIK: „ROSE – ODER LIEBE IST NICHT GENUG“ IN DER GAUßSTRAßE

Dreieck ohne Überraschung

Die Personen bleiben Versatzstücke aus Musikhalbwelt einerseits und bürgerlicher Holzvollvertäfelung andererseits

Es sind die letzten Autorentheatertage und somit die letzte Uraufführung dieser Art von Armin Petras, der selbst Regie führte. Hinterher kam Noch-Intendant Ulrich Khuon auf die Bühne und dankte ihm als einem derjenigen, die das Rückgrat des Thalia in der Gaußstraße gewesen seien.

„Rose – oder Liebe ist nicht genug“ gehört nicht zu den großen seiner Stücke. Und so musste man sich an den Schauspielern und Schauspielerinnen trösten, vor allem an Peter Molzten als Ed, einem abgehalfterten Rockgitarristen und Susanne Wolff als Gina, seiner Exfreundin.

Es ist eine klassische Dreiecksgeschichte: Nachdem Ed ihretwegen einen Produzenten zum Krüppel geschlagen hat, lässt Gina ihn fallen und schafft den Absprung zu Jonas (Daniel Hoevels) und den Aufstieg ins Bildungsbürgerliche. Nach zehn Jahren Psychiatrie macht Ed Gina ausfindig, die eine Tochter Rose von ihm hat und zwei weitere mit Jonas, dem glatt-guten Redakteur.

Am Ende kehrt Gina zu Ed zurück, doch wir erfahren zu wenig über die Personen. Sie bleiben Versatzstücke aus Musikhalbwelt einerseits und bürgerlicher Holzvollvertäfelung andererseits. Armin Petras wird ein andermal Eindringlicheres zeigen zu seiner großen Frage nach dem, was verlässlich ist in dieser Welt. Friederike Gräff

Weitere Termine: 28. Mai, 5. Juni