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meinungsstark

Begriff war NS-Propaganda

„Hauptsache, ein Olympia mit dem Kürzel 36“,

wochentaz vom 1. 8. 26

Lieber Martin Krauss, vielen Dank für den informativen und gut recherchierten Artikel zur Geschichtsvergessenheit Berlins bezüglich der Propaganda-Olympiade von 1936. Ich schätze den Artikel sehr – und wundere mich umso mehr, dass Sie den Begriff „Machtergreifung“ verwenden. So tief, wie Sie in die Thematik eingestiegen sind, müssten Sie eigentlich wissen, dass der Begriff schlichtweg falsch ist: Die Nazis wurden gewählt, ihre Macht war demnach formal legalisiert. Überdies ernannte Hindenburg Hitler zum Reichskanzler der Koalitionsregierung aus NSDAP und DNVP. Tatsächlich wurde der Begriff „Machtergreifung“ von der NS-Propaganda geprägt, um den Eindruck eines revolutionären Siegs zu erwecken. Entsprechend kommt er in der Holocaust-Forschung nur dann vor, wenn man sich mit geschichtsklitternden oder -fälschenden Narrativen befasst. Auch im Haus der Wannseekonferenz oder im Deutschen Museum wird nicht von „Machtergreifung“ gesprochen. Beate Ziegs, Berlin

Nicht reden, Probleme lösen

„Wir müssen in der Lage sein, besser zu argumentieren“,

wochentaz vom 8. 8. 26

CDU soll besser argumentieren beim Kampf um die Köpfe, so Limininski, um aus der Defensive zu kommen. Dabei führt er Themen wie Wettbewerb und Verteidigung an. Da fasst man sich doch an den kritischen Kopf und denkt, in welcher Welt lebt der Mann? Er sieht nicht die eigentlichen Probleme wie zum Beispiel hohe Mieten, marode Schulen, Renten, Nahververkehr ect, die diese in Richtung AfD treiben. Da kann er weiter so abgehoben argumentieren, wie er will, dadurch wird keines dieser Probleme gelöst. Peter Pönicke, Dortmund

Schlecht recherchiert

„Die Zeit nach dem großen O“, wochentaz vom 8. 8. 26

Ich nörgle ja nicht so oft an der taz herum. Aber diesmal muss es sein. Der Artikel über die Neuansiedlungen auf dem alten Opel-Gelände in Bochum ist ja ganz nett geschrieben, aber leider auch ganz schlecht recherchiert.

Wieso bleibt der ganze Aspekt der Prekarisierung der Arbeit im Ruhrgebiet in der Folge des sogenannten Strukturwandels unbeleuchtet? Wieso findet die Verelendung weiter Teile der Region keine Erwähnung? Wieso wird der Frage nicht nachgegangen, welcher Art die neu entstandenen Arbeitsplätze zum Beispiel bei DHL ihrer Qualität und Bezahlung nach sind? Wieso kommt die IG Metall nicht zu Wort? Wieso Verdi nicht als für DHL zuständige Gewerkschaft? Lobeshymnen auf den angeblich seit 30, 40 Jahren gelingenden Strukturwandel im Revier bringt die regionale Presse des Funke-Konzerns schon in ausreichender Anzahl. Von der taz hätte ich Kritischeres erwartet. Ulrich Breitbach, Oberhausen

Keine Starallüren

„Gespräch mit Inga Rumpf zum 80.“, wochentaz vom 1. 8. 26

Tolles Interview mit einer der besten Rock- und Blues­sängerin Deutschlands. Keine Starallüren, keine Goldkettchen und sonstiges unnützes Zubehör und mit klarer Haltung. Auf vielen Platten von ihr kann ich sie noch hören. Leider viel zu selten in den öffentlichen Rundfunkanstalten. Da wird meist nur Mainstream, Gedudel und viel Gequassel serviert.

Heinz Schönberger, Kempten

There is always hope!

„Interview mit Rapper Apsilon“, wochentaz vom 25. 7. 26

Bravo, taz! Danke für dieses Interview! Es bringt die Vielschichtigkeit der aktuellen politischen Lage auf den Punkt und zeigt einen klugen jungen Mann, der weiß, was er sagt und was er tut. There is always hope!

Inge Wessels, Wilhelmshaven

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen