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momentaufnahmenWenn in der taz Fake News rumgehen

Die Nachrichten verbreiteten sich wie ein Lauffeuer unter den Kolleg*innen, die am Dienstagmorgen vor dem Haus der taz in Kreuzberg standen, und fast alle waren nur halb wahr: „Das war nur ein Probealarm.“ – „Nein, im Putzraum im dritten Stock hat es wirklich gebrannt.“ – „Es gibt überhaupt keinen Putzraum im dritten!“

Feueralarm in der taz, die morgendliche Redaktionskonferenz wollte gerade Fahrt aufnehmen, da schrillte es laut. Allgemeiner Aufbruch, ein Teil wählte das Innentreppenhaus (falsch), wer rechtzeitig einen der Brand­schutz­hel­fe­r*in­nen im Nacken hatte, der nahm die Feuertreppen.

Berlin-­Kreuzberg

150.700 Ein­wohner*innen.

In dem Ortsteil darf man sich schon herausgehoben fühlen, auf dem namensgebenden Kreuzberg: Mit 66 Metern ist er die höchste natürliche Erhebung in der Innenstadt. Wieder unten auf dem Boden der Tatsachen kann man dann lecker essen in der taz Kantine.

Unten auf der Sammelfläche zwischen Park und Redaktionsgebäude sieht man die Feuerwehr anrücken, inklusive Drehleiterwagen, und wieder abrücken. Was war es denn jetzt? Die Küche erklärt sich für unschuldig: „Wir waren’s dieses Mal nicht!“, sagt der Koch. Die Lösung ist am Ende langweilig: ein defekter Rauchmelder. Im Putzraum im dritten Stock. Den gibt’s nämlich doch. Merke: Feuertreppen sind nicht bloß Kunst am Bau. Und Fake News, korrigieren Sie mich, sind schon auch ganz interessant. Anna Klöpper