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Junkers Wollrüstung

Lutherkutte wird mit allen Patches restauriert

Eine besondere Kutte braucht eine besondere Behandlung: „Luthers Kutte wird für neue Dauerausstellung aufbereitet“, meldete die evangelische Nachrichtenagentur epd am Donnerstag. Die sogenannte Lutherkutte aus dem 16. Jahrhundert ist aus Wolle und wurde vom ersten Chef der Protestanten-Gang getragen. Sie gilt als Urmutter aller Kutten, die heute in der Motorradklub-, Fußballfan- und Metal-Szene verbreitet sind. Die auf der Ur-Kutte angebrachten Aufnäher, die sogenannten Patches, verblassen langsam. Während das große Back-Patch auf dem Rücken das Logo der Protestanten-Gang mit Kreuz und Rose zeigt, finden sich auf der Vorderseite eine Vielzahl kleiner Aufnäher mit verschlüsselten Symbolen: So bedeutet das „1%“, dass Martin Luther, der sich laut einem weiteren Patch auch „Junker Jörg“ nannte, ein gesetzloser Outlaw war. Das „President“ weist ihn als Anführer der Pro-Gang aus. Die Zahl „88“ steht für seinen judenfeindlichen Hintergrund und die Beziehung zum antisemitischen Führer eines befreundeten Chapters. Am liebsten hörte Luther offenbar Musik von Stahlgewitter, einer rechtsextremen Black-Metal-Band, deren Patch sich über seinem Herzen befand. Auch deshalb ist die Lutherkutte ein überaus wichtiges historisches Kleidungsstück.

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