das wetter: Nachmittag
Schabracke, dachte Melissa. Eine Schabracke bin ich, Schabracke, Schabracke, Schabracke. Genau so. Nichts anderes. Eine Schabracke, die den ganzen Tag nur redet, labert, rhabarbert, ratscht, quatscht, seiert, tratscht und knatscht, eine trottelige Tante, die zu nichts gut ist, außer dazu, ihren Mitmenschen auf den Wecker zu fallen. Na und? Schabracke war immerhin ein schönes Wort, und man musste Melissa, fand Melissa, also dankbar sein, dass sie durch ihre bloße nichtsnutzige Existenz einen kleinen, aber entscheidenden Beitrag zur Kulturpflege leistete, indem sie dieses schöne Wort, das Wort Schabracke, und sei’s auch nur dadurch, dass sie selbst es sich immer wieder im Kopf her- und auf den Kopf zusagte, im lebendigen Wortschatz hielt. Prost, Schabracke! Und ehrlich stolz nahm Melissa noch einen kräftigen Hieb Cointreau direkt aus der Flasche.
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