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taz🐾lageWir lassen uns gerne korrigieren

Als Re­dak­teu­r*in ist man im Allgemeinen der Rechtschreibung, Grammatik und ähnlichen Regelwerks der deutschen Sprache mächtig. Und ist man sich mal nicht ganz sicher und fürs Nachschauen bleibt keine Zeit, dann haben wir in der taz das Sicherheitsnetz unserer Korrektur.

Die Kol­le­g:in­nen dort, in der Regel ebenfalls unter krassem Zeitdruck, kümmern sich nicht nur darum, dass Erdoğan das richtige Sonderzeichen bekommt oder dass vor indirekten Fragesätzen ein Komma steht – sie nehmen sich in unregelmäßigen Abständen auch der kollektiven Weiterbildung an.

Dann schreiben sie Mails mit besonderem Zuschnitt, um etwa gegen die weitverbreitete Ansteckungsgefahr der Bindestrichitis aufzuklären. Oder sie machen vor einer Landtagswahl nochmal darauf aufmerksam, dass Prozentpunkte etwas anderes sind als Prozent. Der leicht spöttisch-genervte Tonfall ist dabei wichtig, damit sich auch ja alle Re­dak­teu­r:in­nen angesprochen fühlen.

Zuletzt hieß es in einer Mail: „Wieder einmal zur Erinnerung: Nur weil etwas nicht aus Deutschland kommt, benötigt es noch lange keinen Schnickschnack“. Ausländische Parteien bräuchten keine Anführungszeichen, macht der Guardian ja bei der CDU auch nicht. Ob die Fortbildungsmails helfen und die Arbeit der Kor­rek­tur erleichtern, ist von außen nicht zu sehen. Am Ende stimmt jedenfalls alles. (sny)

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