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Foto aus der Serie „Bleiben“ von Sophie Kirchner

„Der ostdeutsche Mann, der in Kleinstädten oder auf dem Land lebt, wird oft defizitär dargestellt. Als der, der zurückbleibt. Wie unterschiedlich diese Männer sind, geht in der öffentlichen Wahrnehmung unter, mich aber interessiert es als Fotografin. Ich habe meinen Fotografenkollegen Phi­lipp Baumgarten besucht. Er lebt nach Stationen in Dresden, Karlsruhe und Berlin wieder in seiner Heimat Zeitz.

Wegzugehen sei für ihn wichtig gewesen, sagt er. Früher habe er das Bleiben eher als Stillstand empfunden. Heute sehe er vieles differenzierter: ‚In Zeitz ist vieles möglich, was anderswo nicht möglich ist.‘ Gleichzeitig bleibe offen, ob die Stadt für ihn dauerhaft Lebensmittelpunkt sein werde: ‚Wer weiß schon, was kommt.‘“

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