: Sterne und Superpilze
Super Mario bekommt Superpreis in Aachen
Mit dem Aachener Karlspreis, den sonst nur sturzlangweilige Politiknasen für ihre Verdienste um die europäische Einigung zum Lebensabend ausgehändigt bekommen, wurde endlich der nimmermüde Rennklempner Super Mario ausgezeichnet, tickerten die Gameboys von dpa gestern. Seit 1995 stirbt und wiederaufersteht der legendär robuste Schnauzbartträger und sammelt im Dienste der gamenden Menschheit auf extrem gefährlicher Strecke Superpilze, Feuerblumen und Sterne ein. Eine selbstlosere Existenz ist kaum denkbar, der Nobelpreis für Wiedergeburt eigentlich das Mindeste. Doch leider wurde nicht das fitte Konsolenmaskottchen und der Patron aller Couchpotatoes, sondern bloß der italienische Politiker und Finanzexperte Mario Draghi mit der Plakette des Super-Karolingers geschmückt. Den Euroretter Draghi nennen „seine Freunde“ allerdings „Super Mario“, wie zumindest Festredner und Egoshooter Friedrich Merz in seiner Laudatio behauptete. Doch was weiß ein Friedrich Merz vom Konsolenzauber? Gamer-Gerüchten zufolge ist der Sauerländer auf seinem C 64 nie über das erste Level beim Kanzler-Simulator hinausgekommen.
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